P. Hans Weyer SJ
geboren am 24. Januar 1930 in Denklingen
Ordenseintritt am 7. September 1949 in Eringerfeld
verstorben am 31. Januar 2007 in Köln

"Kein Auge hat es gesehen,
und kein Ohr hat es gehört,
und in keines Menschen Herz ist es gedrungen,
was Gott denen bereitet, die ihn lieben."
(1 Kor 2,9)

Hans wurde am 24. Januar 1930 in Denklingen im Oberbergischen geboren. Der Vater war Leiter des Katasteramtes. Die Familie wechselte mehrmals den Wohnsitz, teils im Blick auf die Schulmöglichkeiten der fünf Kinder, einige Male wurde die Versetzung des Vaters vom Naziregime verfügt. Das Ende seiner Gymnasialzeit erlebte Hans in Einbeck in Niedersachsen. Hier engagierte er sich zunächst in einer politischen Jugendgruppe, wurde jedoch bald als Pfarrjugendführer in die Gemeindearbeit herübergeholt.

Am 7. September 1949 trat er in Eringerfeld in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein und machte in Pullach bei München und Frankfurt seine philosophischen und theologischen Studien, unterbrochen von dem ordensüblichen Praktikum in Bad Godesberg. Am 4. September 1962 wurde er in Frankfurt zum Priester geweiht und begann 1964 nach dem Abschluss der Ausbildung seine Tätigkeit zunächst als Religionslehrer und Jugendseelsorger in Büren in Westfalen.

1969 wurde er ins Aloisiuskolleg nach Bad Godesberg gerufen und hier kamen all seine Talente in sechsundzwanzigjähriger Tätigkeit voll zur Entfaltung. Neben einer umfangreichen Arbeit im Kolleg brachte ihn seine musikalische Begabung auf manche schöne Reise in deutsche Städte und in die weite Welt.

Mit dem 65. Geburtstag endete die Arbeit im Kolleg. Er blieb rührig tätig im Bund Neudeutschland, vor allem nun im Männerring und in der KMF. Als neue Aufgabe kam die Beichtseelsorge in Koblenz und Trier hinzu, und ab 2001 die Verantwortung für das Gebetsapostolat in Deutschland. Alle seine Aufgaben erfüllte er auch in diesen Jahren mit großem Elan, bis verschiedene schwere Krankheiten ihn in die Prüfung nahmen und schließlich in die Knie zwangen.

Am 14. November 2006 folgte er der Verfügung des Ordens und zog ins Seniorenheim nach Köln. Hier rief ihn der Herr sehr bald aus dieser Welt zu sich.

R.i.p.