Br. Friedrich Wellner SJ
geboren 1. August 1915 in Borghorst/Steinfurt
Ordenseintritt am 15. März 1934 in s'Heerenberg/Holland
gestorben am 19. Juli 2002 in Köln

"Ich vertraue auf den Herrn" (Tagesliturgie am Sterbetag)

Friedrich Wellner wurde am 1. August 1915 in Borghorst im Münsterland geboren. Nach der Schulzeit und Gesellenprüfung als Schriftsetzer begann er im Herbst 1933 als Postulant sein Noviziat in s'Heerenberg und legte am 25. März 1936 seine ersten Gelübde ab. Schon 1937 wurde er in die Finanzverwaltung der Ordensprovinz nach Köln geholt, die zu dieser Zeit von P. von Nell-Breuning geleitet wurde.

Den gesamten Krieg mit allen Bombenangriffen, den Bedrängungen durch die Nazis und der Auflösung des Hauses in der Stolzestrasse verbrachte er in Köln, er arbeitete von 1943-45 als Bäcker des Franziskus-Krankenhauses in Köln-Ehrenfeld. 1947 wurde er in das Kolleg nach Büren versetzt. Hier hatte die Frankfurter Hochschule nach dem Kriege eine Unterkunft gefunden. Mit dieser ging er 1950 nach Frankfurt zurück und arbeitete volle dreißig Jahre in der Verwaltung der Hochschule maßgebend mit.

Der Einsatz für die Brüder im Orden, vor allem auch in verschiedenen Gremien im Anschluss an das 2. Vatikanum, war eine seiner Nebentätigkeiten. Das Mittun in der Charismatischen Erneuerung eine weitere. Mit dem 65. Geburtstag wurde der Umfang der Hauptaufgabe reduziert, jeweils fünf Jahre stand Friedrich seinem Orden noch als Minister des Faberkollegs in Berlin und der Niederlassung in Aachen zur Verfügung. Dann waren ihm im Haus Sentmaring in Münster noch einige Jahre eines schönen Lebensabends vergönnt. Der letzte Aufenthalt in Köln war nur kurz.

R.i.p.