P. Eduard Syndicus SJ
geboren am 9. Januar 1915 in Hergarten/Eifel
Ordenseintritt am 25. April 1934 's-Heerenberg
verstorben am 18. April 2006 in Köln-Mülheim

"Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen."
Ps 23,1

Eduard Syndicus wurde am 9. Januar 1915 in Hergarten/Eifel als drittes von sieben Kindern eines Landwirts geboren. Das Abitur machte er 1934 in Erkelenz/Rheinl. und begann im selben Jahr am 25. April in 's-Heerenberg das Noviziat, das durch den Reichsarbeitsdienst unterbrochen wurde. In Pullach bei München studierte er von 1936-39 Philosophie. 1939 begann er das Theologiestudium in Innsbruck, wurde aber bei Kriegsausbruch sofort eingezogen und als Funker bei den Gebirgsjägern ausgebildet. Zuletzt war er 1942 im Einsatz am Eismeer zur Eroberung des Hafens Murmansk, wo er auf Geheimbefehl Hitlers als 'n.z.v.' aus dem aktiven Wehrdienst entlassen wurde. Vom Mainzer Bischof Albert Stohr am 9.11.1942 zum Priester geweiht, war er in Seligenstadt u. Klein-Auheim als Kaplan tätig. Von 1946-48 vollendete er sein Theologiestudium in Büren und studierte darauf drei Jahre Kunstwissenschaft in München mit abschließendem Doktorat. Die letzten Gelübde legte er am 15. August 1951 in Pullach ab.

Ab 1954 hielt er als Dozent für christliche Kunst an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt 26 Jahre lang Vorlesungen zum Themenbereich 'Theologie, Kirche und Kunst'. Daneben war er ein gefragter Referent und geistlicher Begleiter für Einkehrtage und Exerzitien und widmete sich außerdem der Gefängnisseelsorge. Nach seiner Emeritierung (19. September 1980) war er noch viele Jahre als Pfarrvikar von St. Vitus und Leiter des Exerzitienhauses in Hochelten (Emmerich) tätig. Seit Dezember 1996 lebte er im SJ-Altenheim 'Haus Sentmaring', Münster, und seit 2002 im Caritas-Altenzentrum Köln-Mülheim, wo seine Bilder die Flure der Jesuiten-Etagen zieren und wo bis zu seinem Tod auf seinem Schreibtisch Pinsel und Federn griffbereit lagen. Möge Gott ihn unverhüllt schauen lassen, was er in seinen Kunstwerken dargestellt hat.

R.i.p.