P. Alfred Stump S.J.
geboren am 11. Mai 1931 in Jünkerath/Eifel
zum Priester geweiht am 4. September 1962 in Frankfurt
gestorben am 15. August 2002 in Köln

Alfred Stump wurde als drittes von vier Geschwistern in Jünkerath geboren. Nach dem Abitur in Linz war er zunächst ein halbes Jahr Erzieher im Internat in Gerolstein. Am 05. April 1951 trat er in den Jesuitenorden ein. Die Grundausbildung erhielt er in Eringerfeld und Tisis. Das Studium der Philosophie in Pullach und der Theologie in Sankt Georgen wurde unterbrochen durch ein zweijähriges pädagogisches Praktikum am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Am 04. September 1962 wurde er in Frankfurt zum Priester geweiht. Die Ausbildung beendete er 1964 bis 1967 mit Spezialstudien am Katechetischen Institut in München.

Sein priesterliches Wirken umfasste vor allem den Großraum Köln-Bonn. Von 1967 bis 1988 arbeitete er als Geistlicher Leiter des Bundes ND/KSJ und als Religionslehrer am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Seit Januar 1989 war er Männerseelsorger im Erzbistum Köln, dazu ab April 1992 auch Präses des Kolping-Bezirksverbandes Köln. In diesen 35 Jahren gewann er einen großen Freundes- und Mitarbeiterkreis und wurde für viele in Fragen des Lebens und Problemen des Glaubens zum Berater und Gesprächspartner. Sein Terminkalender und sein ausgedehnter Briefwechsel zeugen von seinem unermüdlichen Engagement.

P. Stump war mit Leib und Seele Priester und pastoraler Wegbegleiter. Er setzte sich mit voller Kraft und innerer Leidenschaft für die Menschen ein - oft ohne Rücksicht auf seine Kräfte. Sein Arbeitsstil war einfallsreich und unkonventionell; das Sitzen am Schreibtisch lag ihm nicht. Das brachte ihm manche Beschwernis, erschloss ihm aber auch Wege zu den Herzen. Seine Sorge war der Mensch mit seiner Trauer und Angst, mit seiner Freude und Hoffnung. Als treuer Zeuge der Frohen Botschaft nahm er auch weite Fahrten und ungewohnte Tageszeiten auf sich. Er schonte sich nicht, auch als sein Gesundheitszustand immer labiler wurde. "Man muß nicht gesund sein, um für andere heilend zu sein", war sein Grundsatz. Er hoffte, mitten in der Arbeit zu sterben; seine letzte Prüfung wurde indes ein zweimonatiger Krankenhausaufenthalt. Am Fest Mariä Himmelfahrt gab er sein Leben in Gottes Hände zurück.

R. i. P.