P. Alois Schuh SJ
* 10. Februar 1900
7. Februar 1984

Pater Alois Schuh wurde am 10. Februar 1900 in Trier geboren. Er war der Älteste von 13 Geschwistern. In seiner Kindheit und Jugend empfing er durch das Beispiel seiner Eltern eine tief verwurzelte religiöse Prägung. Schon nach seinem Abitur im Jahre 1918 trug er sich mit dem Gedanken, in den Jesuitenorden einzutreten. Vorher aber mußte er noch ein halbes Jahr als Soldat den 1. Weltkrieg erleben.

Am 10. Dezember 1918 konnte er dann seinen Berufswunsch wahrmachen und in das Noviziat der Jesuiten in s'Heerenberg (Holland) eintreten. Er durchlief die regulären Studien als geistig aufgeschlossener, aber nicht weniger kritischer Student: Drei Jahre Philosophie in Valkenburg, ein Jahr Jugendarbeit im damals neu gegründeten Bund Neudeutschland, vier Jahre Theologie in Valkenburg. Zum Priester geweiht wurde er am 27. August 1930. Die feierlichen Professgelübde legte er am 2. Februar 1936 ab.

Inzwischen war er bereits mehrere Jahre als Jugendseelsorger wieder in Köln tätig. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde diese Tätigkeit bald fast unmöglich gemacht. So ging er zunächst in die Pfarrseelsorge (St. Pantaleon und Maria Himmelfahrt) und später für einige Jahre nach Freiburg als katechetischer Schriftsteller. Nach dem Krieg kam er wieder nach Köln als Religionslehrer am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Von 1960 bis zu seinem Lebensende wirkte er dann als Pfarrer in der den Jesuiten übertragenen Kirche St. Peter.

Er selbst hat sein priesterliches Wirken umschrieben mit den Worten: "Für das Reich Gottes will ich leben und sterben". Konkret hieß das für ihn, "ein Herz haben das ansprechbar ist für das Leid der ganzen Welt, betroffen von den Leiden der Mitmenschen, der Kranken, Mühseligen und Beladenen und so imstande sein, mit ihnen zu leiden".

R. i. p.