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Philipp Schmitz lebte mit seinen Eltern Matthias und Rosa Schmitz und zwei Brüdern Erich und Kurt bis 1945 in Köln. Dann zog seine Familie um nach Gerolstein, wo er die Gymnasialzeit in Gerolstein und Prüm absolvierte. 1956 machte er Abitur und war dann ein Jahr Präfekt im bischöflichen Internat Albertinum in Gerolstein.
Am 29.04.1957 begann er das Noviziat in der Gesellschaft Jesu, war dann drei Jahre zum Studium der Philosophie in Pullach, war 1962/63 Präfekt im Internat des Aloisiuskollegs und studierte dann von 1963 bis 1967 Theologie in Sankt Georgen zu Frankfurt. Am 27.8.1966 wurde er im Kaiserdom zu Frankfurt zum Priester geweiht.
Ab 1967 studierte er Moraltheologie an der Gregoriana zu Rom und schloss 1970 mit der Promotion ab. Seine erste Lehrtätigkeit begann er in den USA bei einem Summercourse 1970 an der Universität von San Francisco und 1971 an der Jesuit School of Theology in Berkeley.
Ab 1971 bis 1996 lehrte er Moraltheologie in der Hochschule Sankt Georgen zu Frankfurt am Main. Im Jahre 1975 erfolgte seine Habilitation und seine Berufung zum außerordentlichen Professor in Moraltheologie, 1981 kam die Berufung als ordentlicher Professor.

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Zu seiner Bereicherung hielt er Kontakt mit der Graduate Union und der Summerschool of San Francisco. Charakteristisch für seine Arbeit in der Moraltheologie waren Themen, die er auf verschiedenen Reisen nach Manila, Indien, Nigeria und Estland entfaltete. Nachdem er wegen einer Umstellung des Schuljahres die Lehrpläne in den USA und Deutschland nicht mehr miteinander verbinden konnte, wurde er 1990 an die Gregoriana Universität in Rom eingeladen. Daraus wurden mehr als 15 interessante Jahre in Rom mit fast jährlichen Sonder-Vorlesungen für den Lizenziatskurs und ab 1996 bis 2008 der ganzzeitliche Wechsel als Professor in die Hl. Stadt Rom.
Die Originalität, Vielfältigkeit und Kühnheit der Forschung von Philipp Schmitz SJ spiegeln sich in seinen Veröffentlichungen sowie in seiner Lehrtätigkeit wider. Mit der Wahl seiner Themen hat er die Fachwelt immer wieder überrascht. Gegen das Vergessen und die Vernachlässigung der "fundamentalen Begriffe" der Ethik trat und tritt er in der ethischen Welt als ein liebevoller Mahner auf. Denn es ist seine tiefste Überzeugung, dass man, um wirklich "Mensch zu sein" und "sittlich zu handeln" sowie eine lebensfreundliche Gesellschaft aufzubauen, grundlegende und gesunde ethische Prinzipien braucht - selbst wenn sie von der Modernität vernachlässigt werden.

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Dabei betont Philipp Schmitz SJ immer wieder, dass Ethiker und Ethikerinnen die Fühler in die Zeitgeschehnisse ausstrecken und die Sinne für die daraus resultierenden Fragen schärfen müssen, damit die Herausforderungen der Zeit und des Raums nicht unbeantwortet bleiben oder das Urteil einfach der Mehrheit überlassen wird. Darum gilt Philipp Schmitz SJ als unermüdlicher Vorreiter mancher brisanter Themen der Zeit: "Ethik der Umwelt", "Ethik der Politik", "Ethik der Technik", "Ethik der Nutzung der Kernenergie", "Ethik des Friedens", "Globalisierungsethik" usw. Er hat damit als Ethiker und Moraltheologe zur rechten Zeit für die richtigen Themen in fundierter Weise zum fachlichen Dialog aufgerufen.
2008 kehrte P. Schmitz aus Rom nach Frankfurt in das Ignatiushaus, Elsheimerstraße zurück. 2013 erkrankte er an Parkinson. Darum wechselte er im Februar 2015 in die Seniorenkommunität Friedrich Spee nach Köln-Mülheim. Von diesem Jahr an ging es ihm körperlich schlechter. Ab Juli 2015 musste er in die stationäre Pflege und starb dann am Samstag, 29.8., um 7.30 Uhr im Krankenhaus Köln/Holweide.

R.i.p.

 

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Philipp Schmitz SJ

P. Philipp Schmitz SJ
* 22.11.1935 in Köln
29.08.2015 in Köln