P. Günther Reuter SJ
geboren am 25. Juli 1933 in Piesbach/Saar
Ordenseintritt am 5. Oktober 1953 in Eringerfeld
gestorben am 4. Juni 2002 in Köln

"Mein Herz ist fest,
ich vertraue auf den Herrn"
Psalm 112

P. Günther Reuter wurde am 25. Juli 1933 in einer Bergmannsfamilie in Piesbach geboren und trat unmittelbar nach dem Abitur am Realgymnasium in Dillingen am 5. Oktober 1953 in Burg Eringerfeld bei Paderborn in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Zusammen mit seinen Mitbrüdern machte er in den ersten acht Jahren den normalen Ausbildungsweg: zwei Jahre Noviziat, ein Jahr Sprachstudien in Tisis/Vorarlberg, drei Jahre Philosophie in Pullach bei München. Es folgte die übliche Unterbrechung der Studien mit dem Praktikum in der Jugendarbeit am Aloisiuskolleg in Bonn-Bad Godesberg (1959-61). In diese Jahre fiel die Entscheidung über den weiteren Lebensweg. Er wurde markiert durch vier Jahre Theologiestudium in Heythrop bei London und ein Jahr Tertiat in Dublin. Die Priesterweihe empfing Günther am Ignatiusfest 1964 in Heythrop.

Das Feld seiner gesamten Lebensarbeit, die nun begann, lag in Zimbabwe. Auf neun Stationen hat er gewirkt, meist als Pfarrer, oft ganz allein auf sich gestellt. Mit aller Kraft und ganzem Einsatz brachte sich P. Reuter in seinen dreißig Jahren in Afrika ein. Die Sorge um die Armen und Notleidenden prägte ihn immer mehr. 1994 erreichte ihn als Folge eines Überfalls die tückische Krankheit, die ihm in den letzten Jahren immer härter zusetzte. Auch die Uni-Klinik in Münster, in die er sogleich gebracht wurde, konnte ihn nicht retten. So blieb den Mitbrüdern und der Pflegestation im Haus Sentmaring nichts anderes, als ihn tapfer und hilfreich zu begleiten. Kurz nach dem Umzug nach Köln wurde er in der Frühe des 4. Juni erlöst.

R. i. p.