P. Ewald Plümer SJ
geboren am 7. Mai 1914 in Essen-Steele
Ordenseintritt am 19. September 1934 in 's-Heerenberg
verstorben am 2. März 2005 in Köln

"Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Lande der Lebenden"
Ps 27

Als Kind des Ruhrgebietes in schwerer Zeit in einer bewusst katholischen Familie geboren wuchs Ewald in Essen-Steele auf. Nach dem frühen Tode des Vaters übergab die Mutter ihren Jungen den Jesuiten in Bad Godesberg. Hier wurde der Leistungssportler, der bei Wettkämpfen für das Aloisiuskolleg entscheidende Punkte holte und gleichzeitig Sodale der MC war, für seine spätere Lebensaufgabe wirksam geprägt, Nach dem Abitur ergab sich konsequent der Eintritt in das Noviziat der Gesellschaft Jesu. Nach dem Studium der Philosophie in Pullach bei München marschierte er als Infanterist mit schwerem MG zunächst an die Kanalküste, darauf in Richtung Moskau. Granatsplitter trafen ihn schwer, auch neun Monate Lazarett konnten lebenslängliche Beeinträchtigungen nicht verhindern. Ewald nahm das Studium der Theologie auf und erlebte schon am 9. November 1942 im Mainzer Dom die vorgezogene Weihe zum Priester.

Es folgten drei lebendige, segensreiche Kaplansjahre im Bistum Mainz in Klein Auheim bei Hanau, Darmstadt und GauAlgesheim am Rhein. Nach dem Kriege musste noch ein großes Stück der Theologie zu Ende gebracht und die spirituelle Ordensausbildung abgeschlossen werden. Nach drei Jahren Erziehertätigkeit in seiner alten Schule brachten die Jahre 1952-62 ein Herzstück seines Lebens: Jugendarbeit in der berühmten MJC von 1617 in Trier. Das brachte religiöse Arbeit im MC-Geist und die Betreuung der Sportgruppen dieser starken Jugendgruppe bis hin zu den Landesmeisterschaften in Leichtathletik und Handball. Da blühte das "Don-Camillo-Herz" trotz aller Granatsplitter voll auf.

Weitere Jahre der Seelsorge in Frankfurt/M und Büren/W, schlossen sich an, und es folgte ein neuer prägender Lebensabschnitt: 25 volle Jahre Krankenseelsorge im Marienkrankenhaus Trier-Ehrang. Ende 1992, fast achtzig Jahre alt, trat er dann, noch immer gehfähig, den Weg ins Altenheim in Münster an. Hier machte nun bald eine fortschreitende. sehr schmerzhafte Gelenkerkrankung sein Leben immer mehr zur Passion, die er tapfer bestand. Im Kopf blieb er frisch und lebenstüchtig bis in die allerletzten Tage. Politik und Sport, Glaube und Kirche blieben die Elemente seines Lebens, für uns blieb er ein vorbildlicher Mitbruder.

R.i.p.