P. George Platzbecker SJ
* 10. Januar 1925
30. Juni 2008

P. Platzbecker wurde am 10. Januar 1925 in Den Haag, Niederlande, als letztes von fünf Kindern geboren. Er besuchte zuerst eine Real- und Ingenieurschule. Durch die Wirren des Krieges wurde er 1943 nach Deutschland und Frankreich verschlagen. Mit der Orientierungslosigkeit und Verlorenheit der Menschen im Krieg konfrontiert, entschloss er sich Priester zu werden und lernte dann Griechisch und Latein in Holland. Danach trat er am 8.9.1947 in Mariendaal in die Gesellschaft Jesu ein. Nach dem Noviziat studierte er im Orden Philosophie in Nijmegen. Als bei einem großen Unglück in Herrsching am 19.6.1951 an einem Tag 16 junge Jesuitenstudenten der Ostdeutschen Provinz umkamen, meldete sich George Platzbecker mit einigen Mitbrüdern aus den Niederlanden für die Arbeit in Deutschland. So war George von 1953 bis 1955 Präfekt im Canisiuskolleg Berlin und wurde am 15.12.1954 Mitglied der Ostdeutschen Jesuitenprovinz. Nach den Studien der Theologie in Frankfurt Sankt Georgen und Maastricht, wurde er vor fünfzig Jahren am 22.08.1958 in Maastricht zum Priester in der Gesellschaft Jesu geweiht.

Nach dem Tertiat im Haus Sentmaring zu Münster war er ab 1960 sechs Jahre Kaplan in der Pfarrei St. Albertus, Gießen, und kam dann 1966 für drei Jahre zum ersten Mal als geistlicher Berater an die "Offene Tür Berlin" in der Rankestraße und baute danach von 1969 bis 1978 die Offene Tür in Hannover auf, wo er auch Superior der Residenz war. 1983 kehrte er nach Zwischenstationen in Münster und Göttingen für weitere sieben Jahre als seelsorglicher Berater an die "Offene Tür Berlin" zurück. Von 1990 bis 2002 half er mit seiner einfühlsamen Güte vielen Menschen zu einem positiven Lebenssinn durch Exerzitien, Glaubensgespräche und Meditationskurse im Ignatiushaus von Berlin, Neue Kantstr. 1. Die Beratung und Begleitung der Menschen in Glaubens- und Lebensfragen war seine bleibende Stärke und Aufgabe. Von 1998 an mehrten sich Erkrankungen, die ihn immer wieder zur Behandlung ins Krankenhaus führten. So entschied er sich mit der Provinzleitung im Herbst 2002 in die neu eingerichtete Altersresidenz im Caritashaus St. Josef-Elisabeth von Köln-Mülheim einzuziehen. Seit Februar 2008 wurde er ständig kraftloser und schwächer und erwartete seinen Tod. Am Abend des 30. Juni 2008 ist er von den Pflegekräften sehr gut betreut sanft im Herrn entschlafen.

R.i.p.