P. Wilhelm Hunger SJ
geboren am 12. Oktober 1911 in Hochheim/Main
Ordenseintritt am 15. April 1931 in 's-Heerenberg
verstorben am 18. August 2005 in Köln

'Alle meine Quellen entspringen in Dir.'
Ps 87.7

Wilhelm Hunger wurde am 12. Oktober 1911 in Hochheim/Main geboren. Sein Vater Julius war Regierungsbaumeister; seine Mutter Maria eine geb. Holtmann. Wilhelm wurde als zweiter von drei Söhnen geboren. Das Abitur machte er 1930 in Hamborn und studierte an der Universität München ein Semester Philosophie. Am 15. April 1931 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und ging für zwei Jahre nach 's-Heerenberg ins Noviziat. In Valkenburg studierte er von 1933-36 Philosophie und war anschließend zwei Jahre als Präfekt am Aloisius-Kolleg in Bad Godesberg tätig. Theologie studierte er 1938-1942 wieder in Valkenburg und wurde am 25. Mai 1940 in Maastricht von Bischof Lemmens zum Priester geweiht.

Nach seinem Dienst beim Militär als Sanitäter (1942 bis Pfingsten 43) ging er zum Studium der Alten Geschichte nach Tübingen (1944-46), machte 1946/47 in Köln das Terziat und war 1947/48 als Kaplan und Minister in Essen tätig. Am 16. August 1948 begann er seine Arbeit als Redakteur der Zeitschrift Die Katholischen Missionen' im Paulushaus in Bonn. Doch er blieb nicht am Schreibtisch kleben. Etwa ab 1955 gab er Jugendexerzitien, wirkte als Beichtvater im Paulushaus und im Herz-Jesu-Hospital als Krankenhausseelsorger. Sechs größere Reisen führten ihn zu Studienzwecken in den Fernen Osten. Hinzu kam ab 1962 fast jährlich die Seelsorge für deutsche Touristen an der italienischen Adria jeweils drei Wochen im Urlaub.

Nach der Auflösung des Paulushauses lebte er ab 20. Februar 1998 im Altersheim Münster und, als Haus Sentmaring verkauft wurde, ab 2002 im Caritas-Altenzentrum Köln-Mülheim. Am 27. Juli stürzte er beim Kommunitätsausflug und musste am Oberschenkelhals operiert werden. Ständiges Stoßgebet und das Kreuzzeichen waren seine 'Sterbebegleiter'. Am 18. August 2005 rief Gott ihn heim - ins ewige Leben.

R.i.p.