P. Adalbert Hüpgens SJ
geboren am 30. September 1917 in Breslau
Ordenseintritt am 21. September 1945 in Münster
gestorben am 17. November 2002 in Köln

Adalbert Hüpgens wurde am 30. September 1917 als zweites von vier Kindern in Breslau geboren. Der Vater war ein bekannter katholischer Publizist, Chefredakteur des Westdeutschen Volksblatts, Abteilungsleiter im Reichsrundfunk und Herausgeber verschiedener Publikationen. Die Kinderjahre verbrachte Adalbert im Rheinland in Aachen und Düsseldorf, mit 11 Jahren kam er nach Berlin und machte 1937 am Gymnasium der Jesuiten am Lietzensee sein Abitur. Darauf studierte er zwei Jahre Philosophie an der Hochschule Sankt Georgen als Priesterkandidat des Bistums Berlin.

Am 1. Dezember 1939 begann sein Dienst in der Wehrmacht. Er machte den Frankreichfeldzug mit und kam im September 1940 nach Ostpreußen. In Russland kämpfte er als Panzersoldat bis Mai 1943. Im selben Monat trat er in das Noviziat der Ostdeutschen Jesuitenprovinz in Offenbach am Main ein, das sich nach einem Luftangriff im Frühjahr 1944 von selbst auflöste. Am 21.9.1945 erfolgte ein Neueintritt in das Noviziat der Niederdeutschen Provinz in Münster. Am 22.9.1947 legte er in Eringerfeld seine Ersten Gelübde ab. Der weitere Ausbildungsweg verlief normal bis zur Mitte der Theologie; dem erkrankten Frater Hüpgens erlaubte P. General ein privates Weiterstudium in Eringerfeld. Er wurde am 6. August 1952 in Paderborn zum Priester geweiht und machte das Theologische Schlussexamen am 21. Juni 1954 in Frankfurt.

Nach dem ordensüblichen Tertiatsjahr in Münster erhält P. Hüpgens seine erste Aufgabe als Kaplan, Jugendseelsorger und Beichtvater in der Pfarrei St. Clemens in Berlin. 1960 wurde ihm das Ministeramt am Germanikum in Rom übertragen. Ab 1965 war er siebzehn Jahre als Krankenseelsorger und Spiritual bei den Alexianerbrüdern in Neuss tätig. Es folgten noch einige Jahre Seelsorge am Geriatrischen Krankenhaus in Düsseldorf-Holthausen, bis am 1. Januar 1986 seine sechzehnjährige Arbeit als Beichtvater und geistlicher Begleiter in Trier begann, in die er sich mit seiner ganzen Kraft einbringen konnte. Schwer erkrankt musste er im Herbst 2002 seine Arbeit aufgeben und starb schon nach wenigen Wochen bitterer Krankheit am Sonntag, dem 17. November im Altenheim des Ordens in Köln-Mülheim.

R.i.p.