P. Karl Erlinghagen SJ
geboren am 13. Mai 1913 in Hagen-Haspe
Ordenseintritt am 25. April 1934 in 's-Heerenberg
gestorben am 12. Januar 2003 in Köln

"Wer durstig ist, den werde ich aus der Quelle trinken lassen,
aus der das Wasser des Lebens strömt"
Offb. 21,6

Am 13. Mai 1913 wurde Karl als drittes der vier Kinder des Bauunternehmers Ernst Erlinghagen und seiner Frau Berta in Hagen geboren. Schon drei Jahre später fiel der Vater als Soldat in Russland. Die Mutter musste arbeiten, um ihre Kinder durchzubringen. Am Gymnasium in Hagen-Haspe machte Karl sein Abitur und trat am 25. April 1934 in das Noviziat der Jesuiten ein. Die Studien im Orden wurden unterbrochen durch den Dienst in der Wehrmacht von 1939-41. Am 9. November 1942 war die Priesterweihe, darauf folgten drei Jahre in der Pfarrseelsorge in Frankfurt und Dortmund. Die theologischen Studien schloss P. Erlinghagen mit dem Lizentiat ab.

Seine pädagogische Arbeit begann, als ihm für drei Jahre die Oberabteilung im Internat des Jesuitenkollegs in Bad Godesberg übertragen wurde. Gleichzeitig belegte er in Bonn Vorlesungen in Philosophie, Pädagogik und Psychologie. Nachdem er von seiner Aufgabe in Godesberg entbunden war, setzte er seine Studien in Hamburg fort und schloss sie mit der Promotion ab.

Von 1954-65 hatte er einen Lehrstuhl für Pädagogik und Religionspädagogik an der Hochschule Sankt-Georgen in Frankfurt, von 1965-68 war er Ordinarius an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. 1968 erhielt er den Ruf nach Regensburg, hier war er Professor für Pädagogik bis zu seiner Emeritierung 1980.

Schon in den 50er Jahren war er ständiger Mitarbeiter bei den "Stimmen der Zeit", er schrieb in verschiedenen Fachzeitschriften und veröffentlichte mehrere Bücher. Bekannt wurde er vor allem durch das Buch "Das katholische Bildungsdefizit", das 1965 erschien.

Ab 1980 hatte er mehrere Operationen und Krankheiten zu bestehen, er blieb in Regensburg und zog erst 1999 in das Seniorenheim des Ordens nach Münster. Sein letztes Nahziel, die Feier seines 90. Geburtstages, konnte er nicht mehr erreichen. Am Sonntag, dem 12. Januar 2003 waren seine Kräfte erschöpft.

R. i. P.