P. Bertold Beck SJ
geboren am 21. November 1919 in Breslau
Ordenseintritt am 20. April 1938 in Mittelsteine
verstorben am 24. Mai 2004 in Köln

Komm, nimm teil an der Freude deines Herrn
Mt 25,21

Mit vier Geschwistern wuchs Bertold Beck in Breslau auf und machte im Frühjahr 1938 am St. Matthias-Gymnasium sein Abitur. Am 20. April 1938 trat er in Mittelsteine in Schlesien in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein und konnte es trotz des Kriegsbeginns am Canisiusfest 1940 planmäßig mit den ersten Gelübden beenden. 13 Monate wurde er als Sanitäter zum Wehrdienst eingezogen, konnte danach seine philosophischen Studien ebenfalls bis Kriegsende in Pullach bei München vollenden. Er blieb auch zum Studium der Theologie in Pullach, wurde am 25. Juli 1948 zum Priester geweiht und kam 1950 zu einem Spezialstudium an das Biblicum nach Rom, später auch noch zwei Jahre nach Innsbruck. Eine Lehrtätigkeit in Erfurt, die vorgesehen war, konnte er nicht aufnehmen, da ihm die Einreise in die DDR verweigert wurde. So wurde seine Arbeit intercontinental.

Am Fest Peter und Paul 1956 legte das Schiff in Amsterdam mit dem Ziel New York ab, mit der Bahn ging es weiter in den Bundesstaat Neu Mexico, nach Montzuma in ein Priesterseminar für mexikanische Studenten. Drei Jahre später ging es weiter in die Dominikanische Republik zu Vorlesungen, Mitarbeit bei der Gründung eines Laieninstitutes für junge Akademikerinnen und intensiver Seelsorge in der deutschen Kolonie. Das Klima setzte ihm hart zu, doch P. Beck war gern dort, genau so später fünf Jahre lang in San Salvador.

1969 folgte der Sprung in den nächsten Kontinent. Sein Provinzial in Berlin berief ihn nach Rhodesien, wo deutsche Jesuiten als Missionare arbeiteten. Sein Lehrauftrag führt ihn in die Hauptstadt Salisbury. Von 1973 bis 1976 doziert er noch in Südafrika in Traansval, dann machen politische Gegebenheiten eine weitere Arbeit unmöglich.

P. Beck kehrt in die Heimat zurück und versucht noch nach besten Kräften in Sankt-Georgen in Frankfurt/Main als Sprachlehrer und Bibliothekar mitzuarbeiten. Mit 81 Jahren geht er ins Altenheim nach Münster. Auch im Ruhestand muss er noch einmal umsiedeln. In der Oktav des Festes Christi Himmelfahrt hat ihn der Herr von seiner langen, schweren Krankheit erlöst.

R.i.p.