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30. September 1932 - Das Historische Institut SJ

Am 11. Februar 1930 legte P. General Ledóchowski allen Provinziälen seinen Plan zur Gründung eines Collegium Scriptorum in Rom dar. Am 30. September 1932 war der Plan realisiert. Drei Jahre später nannte sich die die Kommunität der Scriptores

Historisches Institut SJ

Das Institut war international zusammengesetzt, mit dem Zweck, geschichtliche Studien über den Orden zu erstellen.

In dieses Institut mit P. Pedro de Leturia als erstem Leiter, wurde auch die Leitung der 'Monumenta Historica SJ' integriert, die im Jahre 1929 von ihrem ursprünglichen Sitz in Madrid nach Rom übergesiedelt war. Eine Gruppe spanischer Patres hatte die Monumenta 1894 gegründet mit Unterstützung der Ordensgeneräle Anderledy und Martin. In den ersten dreißig Jahren (1894-1925) konnten bereits 61 Bände von je etwa 800 Seiten publiziert werden. Dadurch wurden unsere Kenntnisse über Leben und Geist des hl. Ignatius, über den Ursprung der Gesellschaft Jesu und über die geistige Eigenart des Ordens vertieft.

Nach der ignatianischen Serie folgte eine neue Reihe, die der Geschichte der alten Missionen des Ordens gewidmet war. Diese Missionsabteilung begann 1944/45 mit einer neuen kritischen Ausgabe der Briefe und Schriften des hl. Franz Xaver. Jährlich kamen zwei Nummern der Zeitschrift 'Archivum Historicum SJ' heraus, je 250 Seiten, abgefasst in den bekannten modernen Sprachen und auch in Latein.

Im Jahre 1953 entschied P. General, dass das Historische Institut in die angrenzende Villa Barberini übersiedeln sollte, die bislang als Exerzitienhaus gedient hatte. Zahlreich sind die Gelehrten der Geschichtswissenschaft, die einige Zeit im Institut verbringen, um dort oder auch in den vielen Bibliotheken, die Rom zu bieten hat, zu forschen.

Jahrbuch 1962/63, S. 96

 

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