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8. September 1654 - Peter Claver
in Cartagena/Kolumbien

Im Jahre 1580 wurde er zu Verdú in Katalonien geboren. Seine tief gläubigen Eltern waren einfache Bauern. Als Student in Barcelona trat er in die Gesellschaft Jesu ein. Am 7. August 1602 begann er das Noviziat in Tarragona. Während seines Interstizes in Mallorca begeisterte ihn Bruder Alfons Rodriguez, der den Dienst des Pförtners am Kolleg zu Palma versah, für die Missionsarbeit in Südamerika.

Nach dem Theologiestudium in Barcelona begann am 15. April 1610 seine Ausreise in die Mission nach Kolumbien. Dort lebten drei Gruppen von Menschen: Indios, Europäer und aus Afrika importierte Neger, die als Sklaven behandelt wurden.
Jedesmal, wenn ein Schiff mit Sklaven in Cartagena eintraf, erlebte Pedro die Not und das Elend und die Krankheiten der Neger und ihre Erniedrigung und Entwürdigung. Pedro hatte sich eine Zelle neben dem Kolleg eingerichtet. Dort hatte er Kleidung, Tabak, Datteln, Zucker u. a. untergebracht, um den Sklaven zu helfen. Sein guter Helfer 'Sandoval' beherrschte mehrere afrikanische Sprachen.

Pedro führte auch ein Taufregister. Dort waren im Laufe seiner 34 Jahre am Hafen über 30.000 Namen eingetragen. Jeder Getaufte erhielt eine Medaille, die er um den Hals trug als Zeichen, dass er Christ war. Pedro sorgte auch für Glaubensunterricht und kümmerte sich um die Kranken, die Gefangenen und zum Tode Verurteilten. Und das umso mehr, als er am 19. März 1616 in Cartagena die Priesterweihe empfangen hatte.

Seit 1651 musste er seine Arbeit weitgehend aufgeben. Halb gelähmt und unter Schmerzen brachte er sein Leiden für die Neger dar. Auf dem Sterbebett besuchten ihn viele Neger, der Bischof und andere, Reiche und Arme. Er starb am 8. September 1654. 1888 wurde er von Papst Leo XIII. heilig gesprochen und seit 1985 wird er als Patron der Menschenrechte verehrt.

Koch, Jesuitenlexikon, unter Petrus Claver

 

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