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30. Oktober 2005
Canisius-Kolleg Berlin

Nachdem der Jesuitenorden gegen Ende des 1. Weltkrieges in Deutschland wieder zugelassen war, führte dies in katholischen Kreisen zu der Idee, ein Jesuitenkolleg in der Reichshauptstadt zu errichten, zunächst unter dem neutralen Namen "Gymnasium am Lietzensee". 1940 musste die Schule geschlossen werden auf Druck der Nazis. Der Berliner Bischof Konrad von Preysing feierte mit den Schülern, ihren Eltern und Lehrern einen letzten Schulgottesdienst.

Gleich nach Kriegsende wurde das Kolleg wiedergegründet. Das alte Schulgebäude war zerstört. Mit Hilfe von Papst Pius XII. erwarben die Jesuiten das ehemalige Krupp-Haus in der Tiergartenstraße. 1961 wurde Ost-Berlin durch die Mauer blockiert. Erst 1990 konnten wieder Schüler aus Ostberlin aufgenommen werden.

Das Kolleg in Berlin-Tiergarten umfasst gegenwärtig (2005) über 850 SchülerInnen. Zum Lehrkörper gehören 69 Personen, darunter 6 Jesuiten. Die Schule ist wegen ihrer Erziehung zur Verantwortung gefragt. Die SchülerInnen kommen aus allen Stadtteilen und allen sozialen Schichten. Die GCL (Gemeinschaft christlichen Lebens) ist auch außerschulisch in Familie und Kirche stark engagiert. Ihr gehören rund 300 SchülerInnen an.

Zum Gründungsjubiläum des Canisius-Kollegs vor 80 Jahren wurde am Sonntag, dem 30. Oktober 2005 um 12 Uhr in Maria Regina Martyrum, Berlin-Charlottenburg, ein Festgottesdienst gefeiert. Mehr als 11 000 SchülerInnen hat das Kolleg seit 1925 zum Abitur geführt.

[zurück zu P. Otto Syres SJ - Kalendarium]

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