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5. Oktober 1964 - Janssens Jean-Baptiste
27. General der Gesellschaft Jesu
in Rom

Der Belgier P. Janssens war kein General, der nach außen Großes gewirkt hat. Seine Spiritualität besaß eine tiefe, innerliche Kraft. Das spiegeln seine Brief an die ganze Gesellschaft. Jede Art von Triumphalismus lag ihm fern. Sein Weitblick für die Missionsarbeit der Gesellschaft Jesu, vor allem in Ostasien, ist erstaunlich. Er selbst wollte auch als Missionar tätig sein und meldete sich als Scholastiker für die Mission in Chota Nagpur, aber sein Gesuch wurde aus Mangel an Gesundheit abgelehnt.

1889 in Mecheln geboren, trat er 1907 in die Gesellschaft Jesu ein. Seine Spezialstudien galten dem Kirchenrecht. Eine Zeit lang lebte er in Konstantinopel, um sich mit Forschungen über das Recht in der Ostkirche zu befassen.

Als Professor für Kirchenrecht und als Rektor (1929) des Jesuitenkollegs, als Instruktor des Terziates und als Provinzial (1939) der nordbelgischen Provinz und als Visitator brachte er gute Voraussetzungen für sein Generalat mit, als ihn die 29. Generalkongregation am 15. September 1946 zum General wählte.

Als in den letzten Lebensjahren seine Gesundheit immer schwächer wurde, ernannte er 1960 den Kanadier P. Swain zu seinem persönlichen Generalvikar. P. Swain war Assistent der englischen Assistenz. P. Janssens beauftragte ihn, die Leitung der Gesellschaft Jesu bis zur Wahl eines neuen Generalobern zu übernehmen.

Eine Geschwulst, die in seinem Auge gewachsen war, machte es nötig, das Auge zu entfernen. In seiner Sterbestunde kam Papst Paul VI. persönlich, um ihm den Apostolischen Segen zu erteilen. P. Janssens starb am 5. Oktober 1964. Von den ca. 36.000 Jesuiten waren über 6.000 in den Missionsgebieten tätig.

 

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