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16. November 1968 - Kardinal Augustin Bea
in Rom

P. Bea stammte aus Riedböhringen (Baden). Dort wurde er am 28. Mai 1881 geboren als einziges Kind. Sein Vater Karl war Zimmermann, seine Mutter hieß Maria. Das Gymnasium besuchte er in Sasbach, Konstanz und Rastatt. Nach zwei Jahren theologischer Studien in Freiburg schloss er sich am 8. April 1902 dem Jesuitenorden an. 1912 empfing er die Priesterweihe. 1917-21 war er als Professor der alttestamentlichen Exegese und Studienpräfekt in Valkenburg tätig. 1921-24 war er der erste Provinzial der neuen Oberdeutschen Provinz. 1924 wurde er nach Rom berufen als Professor am Bibelinstitut. Neunzehn Jahre lang (1930-49) war er dort auch Rektor und Berater in vielen Gremien am Vatikan. 1945-58 war er auch Beichtvater des Papstes Pius XII.

Von Papst Johannes XXIII. wurde er am 19. Dezember 1959 zum Kardinal ernannt. Besonders bekannt wurde Bea als erster Präsident des Sekretariats zur Förderung der Einheit der Christen (1960-68). 1966 empfing er den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Als Schriftleiter der Zeitschriften 'Biblica' und 'Orientalia' war er in Fachkreisen weit bekannt. Er starb in Rom am 16. November 1968. Sein Leichnam wurde in der Pfarrkirche seiner Heimat beigesetzt.

Jahrbuch 1969/70, S. 128

 

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