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2. November 1971 - Schurhammer Georg Otto
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P. Schurhammer war eine Autorität als Historiker des Fernen Ostens, besonders vertraut mit dem Leben und Wirken des hl. Franz Xaver. Er wurde geboren am 25. September 1882 in Unterglottertal, nahe bei Freiburg. Am 30. September 1903 trat er in Feldkirch in den Jesuitenorden ein. Schon kurz nach dem Eintritt meldete er sich für die Mission in Indien. 1908 wurde er nach Bombay destiniert. Als Lehrer kam er mit vielen Religionen und Nationen in Verbindung. Dieser frühzeitige Kontakt mit Menschen anderer Religion und Rasse, Sprache und Kultur weitete seinen Horizont. Nach vier Jahren engagierter Arbeit geriet er an den Rand eines Nervenzusammenbruches. Auf den Rat seiner Ärzte kehrte er in die Heimat zurück. Damals versprach er Gott: 'Sollte ich wieder gesunden und die Priesterweihe empfangen, werde ich eine große Xaver-Biographie schreiben.' Während seiner theologischen Studien in Valkenburg empfing er am 2. August 1914 die Priesterweihe. 1916 begann er eine 15-jährige Tätigkeit als fester Mitarbeiter an der Zeitschrift 'Katholische Missionen' in Bonn.

1925 wurde er von P. General Ledóchowski nach Rom zur Teilnahme an einem Missions-Kongress eingeladen. Dort leistete er einen großen Beitrag, indem er überzeugte, dass eine gründliche Erlernung der Sprache und Kultur für die Arbeit in den Missionen unerlässlich sei. Von da an wurden die angehenden Missionare möglichst gleich nach dem Noviziat in die Mission entsandt. Im Jahre 1932 wurde P. Schurhammer ein zweites Mal von P. General Ledóchowski nach Rom berufen, nun aber, um dort zu bleiben und sich dem Leben von Franz Xaver zu widmen.

1952 reiste er zur 400-Jahrfeier des Todes von Xaver, als persönlicher Vertreter des Generals nach Goa zum Grabe von Xaver. 1956/57 reiste er auf den Spuren Xavers nach Japan und Indien. Vorher noch war der erste Band seiner Xaver-Biographie erschienen. Acht Jahre später dann der erste Teil des zweiten Bandes.

1962, anlässlich seines 80. Geburtstages, erschienen viele Aufsätze über ihn. Er bekam das Bundesverdienstkreuz und die Universität Freiburg verlieh ihm das Ehrendoktorat. Die vielen Anerkennungen seiner Lebensarbeit erfüllten sein Herz mit Dankbarkeit.

Jahrbuch 1972/73, S. 45

 

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