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26. März 1805 - Gruber Gabriel
in Petersburg

Er wurde am 6. Mai 1740 in Wien geboren. Im Jahre 1755 trat er in den Jesuitenorden ein. Nach Studien in Graz war er nach 1773 als Professor der Mechanik und Hydraulik in Laibach, bis er 1784 die Jesuiten in Weißrussland aufsuchte. Dort wurde er erneut in die Gesellschaft Jesu aufgenommen. Er war tätig als Ingenieur, Chemiker, Baumeister, Maler, Mechaniker und Mediziner. Durch ihn wurde das Kolleg in Polozk zu einer berühmten Akademie der technischen Wissenschaft. Im Jahre 1800 wurde er der erste Rektor des von ihm gegründeten Kollegs für Adelige in Petersburg.

Die Generalkongregation von Polozk am 10. Oktober 1802 machte ihn zum höchsten Obern des Ordens. Die Verbannung der Jesuiten aus Russland hat P. Gruber nicht mehr miterlebt. Unter P. Gruber, dem ersten General der Gesellschaft Jesu für Russland und Neapel, wurde die Seelsorge für die deutschen Aussiedler an der Wolga übernommen. 1803-1820 wirkten dort mehrere Patres.

Die Hauptarbeit von P. Gruber galt den Kollegien, vor allem in Polozk und in Petersburg, wo auch die Katharinenkirche ein Zentrum ihrer Tätigkeit wurde. P. Gruber mühte sich auch um die Anerkennung des Ordens in Neapel, die 1804 erfolgte.

P. Gruber starb bei einer Feuersbrunst. Sein Freund Joseph de Maitre, seit 1803 Gesandter von Sardinien in Petersburg, eilte auf den Schauplatz des Unglücks und war Zeuge des erschütternden Todes seines Freundes. P. Gruber kam beim Brand des Konviktes der Gesellschaft Jesu zu Tode.

 

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