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23. März 1927 - Exaten

Exaten ist ein kleiner holländischer Ort nahe bei Roermond. Ein großes altes Anwesen dort trägt über dem Portal die Wappenzahl 1593. Eigentümer war ein Graf Theodor de Geloes van Elsloe. Dieser überließ 1872 den aus Deutschland vertriebenen Jesuiten sein Anwesen, wozu circa fünf Hektar Garten und Park gehörten.

1872-85 diente Exaten als Noviziat. Nach dem Kauf des Anwesens 1886 wurde ein großer Neubau errichtet mit einer romanischen Kapelle. 1886-94 war dort die Philosophie untergebracht und ein Schriftstellerheim, vor allem für die Redaktion der 'Stimmen aus Maria Laach' (Laach=am See) und der 'Katholische Missionen'. 1894-1910 war Exaten zugleich Juniorat, und nach dem Brand von Blyenbeck zugleich Noviziat. 1910 wurde Exaten auch Terziat. Im gleichen Jahr kamen aus Portugal vertriebene Mitbrüder. In den Jahren 1885-1919 war Exaten zugleich Sitz des Provinzialates.

Auf dem ordenseigenen Friedhof ruhen 95 Mitbrüder, darunter die Patres Theodor Meyer, Ethikprofessor ( 1913), Moritz Meschler ( 1912), der Theologe Wilhelm Wilmers ( 1899), Ernst Thill ( 1921), der 1907-11 Provinzial war. Am 23. Dezember 1921 starb in Exaten P. Wilhelm Eberschweiler, der im Mai 1958 seine letzte Ruhestätte in der Jesuitenkirche zu Trier fand.

Am 23. März 1927 ging unsere Niederlassung in den Besitz der Franziskaner über.

 

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