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4. März 1887 - Beckx Pierre-Jean
22. General der Gesellschaft Jesu
in Rom (Germanikum)

Am 8. Februar 1795 wurde er in Sichem (Brabant) geboren. Er stammte aus sehr bescheidenen häuslichen Verhältnissen, über die viele Prüfungen hereinbrachen (Todesfälle, Raub, Brand). Sein Vater war Schuhmacher und starb bereits zwei Monate vor der Geburt von Pierre. Trotz allem konnte Pierre studieren und trat 1815 in das Seminar zu Mecheln ein. Nach der Priesterweihe am 6. März 1819 trat er dem Jesuitenorden bei im neu gegründeten Noviziat zu Hildesheim am 19. Oktober 1819.

Nach einiger Wirksamkeit in der Nordischen Diaspora wurde 1826 Hofkaplan des Herzogs Ferdinand von Anhalt-Köthen (Konvertit) bis zu dessen Tod 1830. Er begleitete die herzogliche Witwe nach Wien und blieb dort bis zu ihrem Tod 1848. In jene Jahre fallen viele Reisen nach Rom, Belgien, Holland, Paris.

1850 wurde er zum Rektor des Kollegs in Löwen ernannt, aber schon 1852 ernannte ihn P. General Roothaan zum Provinzial für die österreichische Ordensprovinz und bereits am 2. Juli 1853 wählte ihn die 22. Generalkongregation, die im Germanikum tagte, zu dessen Nachfolger, zum 22. General.

In seiner langen Amtszeit (30 Jahre) verdoppelte sich die Mitgliederzahl von circa 5.200 auf 12.000. 1853 bereits wurde die englische Assistenz zusammen mit Kanada errichtet. Mehrere Missionen und Vize-Provinzen erhielten den Rang von Provinzen. Wissenschaftliche Zeitschriften entstanden, wie die Études in Frankreich, Stimmen aus Maria Laach, Katholische Theologie in Österreich und andere.

Es fehlt aber auch nicht an Verfolgungen und Vertreibungen, so aus großen Teilen Italiens: Neapel, Sizilien, Venedig, Rom. 1870 war Rom in die Hände der Garibaldiner gefallen. Die Häuser der Gesellschaft Jesu und die Ordenskirche Il Gesù wurden geplündert. 1872 erfolgte die Weihe aller Provinzen an das hl. Herz Jesu. Nach Enteignung der römischen Ordenskurie musste Beckx am 30. Oktober 1873 mit seinen Assistenten Rom verlassen. Er verlegte das Generalat nach Fiesole bei Florenz in Umbrien. Viele Mahnschreiben und Trostbriefe hat er verfasst.

1883 wurde ihm auf seinen Antrag ein Generalvikar beigegeben, sein späterer Nachfolger Anderledy. Beckx verbrachte die letzten Lebensjahre im römischen Noviziat St. Andreas am Quirinal und nach der Beschlagnahme auch dieses Hauses im Germanikum, wo er am 4. März 1887 starb.

 

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