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20. Mai 1973 - Kein Jesuitenverbot mehr in der Schweiz

Am 20. Mai 1973 hatte das Schweizer Volksbegehren über die Aufhebung oder Beibehaltung des 125 Jahre alten Jesuitenverbotes durch Volksabstimmung zu befinden. Dieser Verfassungsartikel war längst überholt. Dennoch wagte niemand, eine sichere Prognose zu stellen. Das Hauptgutachten erstellte sehr gründlich Prof. Dr. Werner Kägi, ein Protestant und Zürcher Staatsrechtlehrer.

An der Volksabstimmung 1973 nahmen knapp 40% der stimmberechtigten Schweizer teil. Das zeugt von einem relativ großen Interesse. Der Medieneinsatz vorher war erheblich pro und contra. Beinahe Kulturkampfstimmung des 19. Jahrhunderts. Das Ergebnis der Volksbefragung ergab: Etwa 90% der Katholiken und 25 bis 30% der Protestanten befürworteten die Revision. Ohne die tatkräftige und überzeugte Mithilfe vieler Schweizer Protestanten wäre sie nicht möglich gewesen.

Jahrbuch 1973/74, S. 8

 

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