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20. Mai 1974 - Daniélou Jean, Kardinal seit 1969
† in Paris

Geboren wurde er am 14. Mai 1905 in Nevilly-sur-Seine, nicht weit von Paris. Seine Mutter Madeleine hat eine Vereinigung apostolischen Lebens gegründet und ausgezeichnete Bücher über christliche Erziehung verfasst.

Zu Laval trat er in die Gesellschaft Jesu ein, studierte Philosophie in Jersey, machte sein Interstiz als Lehrer am Kolleg zu Poitiers. Während der Theologie empfing der am 20. August 1938 die Priesterweihe.

Von 1941 an gehörte er zum Redaktionsstab der 'Études'. Gleichzeitig promovierte er an der Sorbonne zu Paris. Seine Doktorarbeit über die Theologie und Mystik des hl. Gregor von Nyssa erhielt die höchste Auszeichnung. Sie gehört zu den Standardwerken des Platonismus in der Patristik und wurde 1954 neu aufgelegt. Zusammen mit P. Henry de Lubac gab er die 'Sources Chrétiennes' heraus.

Nach dem Krieg widmete er sich erneut patristischen Studien, besonders über die Schule von Alexandrien. Über Origines hat er viele Artikel publiziert und über ihn eine packende Biographie geschrieben. Auch die Qumran Entdeckungen greift er auf und arbeitete über die Judenchristen.

1969 wurde er zum Kardinal ernannt und wurde 1972 Mitglied der Académie française. Seine Kompetenz in Fragen zur Kirchen- und Geistesgeschichte des frühen Christentums ist in Fachkreisen allgemein anerkannt und bewundert.

Daniélou war nicht nur Wissenschaftler. Er übte ein lebendiges Apostolat unter der Jugend aus. Seine Vorträge, Einkehrtage und Publikationen waren offen für liturgische Erneuerung. Seit 1943 nahm er ziemlich regelmäßig an der Wallfahrt der Pariser Studenten nach Chartes teil.

Er starb am 20. Mai 1974 in Paris

Jahrbuch 1969/70, S. 125

 

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