English Version

20. Mai 1521 - Schwere Verwundung in Pamplona

Im Dienste des Vizekönigs von Navarra hatte Ignatius 1521 auf den Wällen der Festung Pamplona gegen die navarresischen Freiheitskämpfer und die mit ihnen verbündeten Franzosen gekämpft. Die Franzosen waren mit über 12.000 Mann weit überlegen. Dennoch hielt die Zitadelle mit ihrer kleinen Besatzung (etwa 1000 Mann und 19 Kanonen) trotzig stand, weil es Ignatius verstand, die Besatzung und ihre Offiziere, die sich bereits ergeben wollten, zur Verteidigung zu motivieren. Siegen oder Sterben, war seine Parole.

Nach sechsstündiger Beschießung wurde Ignatius von einer Kanonenkugel getroffen, die sein rechtes Bein zerschmetterte und auch das linke Bein schwer verletzte. Als so die Seele des Widerstandes ausgefallen war, ergab sich die Besatzung der Zitadelle alsbald den Franzosen, die den Schwerverwundeten mit aller Höflichkeit und Aufmerksamkeit behandelten. Nach ein bis zwei Wochen, die er noch in Pamplona verblieb, ließen sie ihn in einer Sänfte nach Loyola tragen. Der qualvolle Marsch durch die beschwerlichen Gebirgspfade nach Loyola dauerte zwei Wochen, einschließlich einer Ruhepause von einigen Tagen in Ozaeta, die der Fiebernde dringend nötig hatte.

Der Siegeslauf der Franzosen konnte gestoppt werden. Sie wurden über die Pyrenäen zurückgeschlagen. Am 5. Juli wehte auf der Zitadelle von Pamplona wieder die spanische Fahne.

Matt-Rahner, S. 59-85

 

[zurück zu P. Otto Syres SJ - Kalendarium]

Link to 'Public Con-Spiracy for the Poor'