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13. Juni 1960 - Peus Paul
in Freiburg

Geboren wurde Paul Peus am 8. Juni 1896 in Duisburg als ältester Sohn einer kinderreichen Familie.
Sein Vater Ferdinand war Prokurist einer Schiffahrtsgesellschaft in Ruhrort. Seine Mutter verehrte er sehr. Ihr Bild stand immer auf seinem Schreibtisch neben dem Bild 'Paulus im Gefängnis' von Rembrandt. Als Junge trieb er gern Sport, vor allem Schwimmen, Rudern und Leichtathletik. Er gewann mehrere Preise. Einer seiner Brüder war Weltpriester und Religionslehrer in Moers

Bei Ausbruch des 1. Weltkrieges meldete sich der Obersekundaner freiwillig. Er wurde in Frankreich eingesetzt. 1915 wurde seine Stellung von Franzosen unterminiert und gesprengt. Paul wurde verschüttet, von den Franzosen ausgegraben und musste schwerste Jahre zum Teil in afrikanischen Straflagern durchmachen. Erst 1920 kam er heim.

Als kaufmännischer Lehrling in einer großen Eisenhandlung wurde sein Hunger nach geistiger Tätigkeit nicht gestillt. Er fand aber Kontakt zum katholischen Jugendbund 'Neudeutschland' und zur DJK. Außerdem wurde er Mitglied in einem Duisburger Literaturclub.

Am 13. April 1923 trat er zu 's-Heerenberg in die Gesellschaft Jesu ein. Nach den üblichen Studien der Philosophie und der Theologie in Valkenburg wurde er am 28. August 1929 zum Priester geweiht. Nach seinem Terziat in St. Acheml bei Amiens übernahm er im Oktober 1933 die MIC in Trier. Hier war er volle 27 Jahre lang tätig und wurde einer der führenden Jugendseelsorger des Ordens.

Selbst unter den schwierigen Verhältnissen der damaligen Zeit leistete er Großes in unermüdlicher Kleinarbeit. Der Sport war ihm ein willkommenes Mittel, die Jugend in Trier zu sammeln und zu bilden. Bei der Echternacher Springprozession war er mit vielen seiner Jungen immer dabei. Seine echte Führerbegabung, sein großes Verständnis für die reifende Jugend, seine restlose Hingabe an die religiösen Ideale der MIC befähigten ihn, eine moderne Jugendbewegung einzigartiger Prägung in der Bischofsstadt Trier aufzubauen. Viele Hunderte verdanken ihm ihre innere christliche Lebensgestaltung, darunter eine große Anzahl von Welt- und Ordenspriestern.

Ein Schönheitsfehler in seiner Vorbildfunktion war seine Nikotinsucht, die mit beigetragen hat zu seinem relativ frühen Tod. Er starb in Freiburg am 13. Juni 1960 im Alter von 64 Jahren. In der Grabstätte der Jesuiten auf dem Trierer Südfriedhof ist er beigesetzt.

 

Pater Paul Peus SJ
Priester und Jugendführer in der MJC Trier


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