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29. Juli 1998 - Seiler Hermann
in Zürich

P. Hermann Seiler war Bürger von Blitzingen, Brig und Zermatt. Er wurde am 10. Mai 1910 in Brig geboren. Der Vater war Hotelier und Staatsrat. Die Mutter Elisabeth kam aus Engelberg. Hermann war der dritte Sohn. Ein weiterer Sohn und acht Schwestern folgten. Die Familie war mit den Jesuiten eng verbunden. P. Viktor Cathrein, der Moralphilosoph, war ein Großonkel von Hermann. Auch sein Onkel Julius gehörte zum Orden.

Das Gymnasium besuchte er in Feldkirch. Da er Priester werden wollte, ging er nach Rom ans Germanikum. Bald nach seiner Priesterweihe trat er 1937 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Noviziat in Tisis und weiteren Studien promovierte er zum Dr. theol. Im Jahre 1939 wurde er in Zürich eingesetzt als Vikar in der Pfarrei Liebfrauen. Schon 1941 ernannten die Obern ihn zum Mitglied des Apologetischen Instituts in Zürich, wo er bis 1944 wirkte. Während dieser Zeit arbeitete er an einem katholischen Handbuch der Schweiz, das 1943 publiziert wurde. 1944 wurde er Studenten- und Akademikerseelsorger in Zürich durch 16 Jahre bis 1961.

Nun nahm sein Lebenslauf eine totale Wende. 1961 zog er zu den Mitbrüdern nach Upsala in Schweden. Dort war er tätig in der Konvertitenarbeit und in der Redaktion der Zeitschrift 'Signum'.

Über sein Motiv, nach Schweden zu gehen, hat er nie gesprochen. Das blieb sein Geheimnis. Sein Wirken in Schweden war ihm 34 Jahre lang vergönnt. Nur für die Ferien kam er ins geliebte Wallis. Mit 85 Jahren kehrte er in seine Heimat zurück. Noch vier Jahre wirkte er als Operarius in Zürich, sehr offen für die Fragen der Zeit. Er starb während eines Ferienaufenthalts in Visp, nahe bei Brig, zwei Tage vor dem Ignatiusfest im Jahre 1998. Eine zurückhaltende Vornehmheit beherrschte seine wache Präsenz in der Kommunität.

 

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