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25. Juli 1999 - Das Sonnenhaus in Beuron

Am 25. Juli 1999 konnte das 20-jährige Bestehen einer christlichen Meditationsstätte in Beuron gefeiert werden. Die Idee zu diesem Unternehmen hatte P. Bernhard Scherer SJ, geboren am 5. Mai 1931, Jesuit seit 1951, Priesterweihe am 31. Juli 1962. Als Missionar in Indien musste er aus Gesundheitsgründen in seine Heimat zurückkehren.

Nun suchte er nach einer Möglichkeit, seinen Plan einer Meditationsstätte zu verwirklichen. Er fand sie in Beuron an der jungen Donau. Nach Gründung eines Trägervereins konnte er im Jahre 1980 von den Benediktinern Beuron für DM 550 000 das Sonnenhaus und später 1987 das Haus Hildegard erwerben. Das Geld streckte die deutsche Südprovinz des Ordens vor. Diese Investition erwies sich sehr bald als ergiebig. Die Kurse sind sehr gut besucht, und manche Spenden kommen durch sie herein. So ist es ganz ungewöhnlich, dass ein Exerzitienhaus in Deutschland sich selbst trägt und noch einen Überschuss für Entwicklungsprojekte erwirtschaften kann. Der Grund ist wohl das ganzheitliche Konzept: Meditieren und zugleich Einübung in einen einfachen Lebensstil und christliche Weltverantwortung. Die Zimmer und die Verpflegung im Haus sind einfach gehalten.

Das Sonnenhaus unterhält eine Partnerschaft mit Dorfgemeinschaften in Indien. Seither konnten weit über 60 Dörfer erbaut werden.

Gewinnträchtig ist auch das Sonnenhaus-Brot, ein gesundes, leicht verdauliches Weizenvollkornbrot, das ein Großbäcker in Bayern herstellt und das mit einer DM Aufschlag für die Mission über ein Verteilernetz in über 100 Städten verkauft wird.

P. Scherer hat ein Buch mit 20 Übungen aus seiner reichen Exerzitien-Praxis herausgegeben. Es geht ihm darum, bei den geistlichen Übungen auch den Körper zu integrieren. Das Buch ist im Selbstverlag Beuron 1998 erschienen.

 

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