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23. Juli 1535 - Erbrechtliche Regelungen in Loyola

Nach Vollendung seiner Studien in Paris unternahm Ignatius auf Drängen der Ärzte und seiner Freunde eine Erholungsreise in seine baskische Heimat. Die Gefährten kauften ihm zur Erleichterung der Reisestrapazen ein kleines braunes Pferd. Die Sorge für den Freundeskreis übertrug Ignatius dem Peter Faber, der bald noch drei Franzosen für den Bund gewann: Le Jay, Brot und Codure.

Während seiner heimatlichen Erholungsreise war Ignatius apostolisch nicht untätig. Er hielt Katechesen, übte caritative Werke der Barmherzigkeit und predigte einmal sogar in Azpeitia von der Kanzel seiner Taufkirche.

Nachdem er diverse Erbangelegenheiten - das Dokument, das er im Elternhaus signierte, trägt das Datum vom 23. Juli 1535 - erledigt hatte, konnte er Ende des Jahres 1535 von seiner Heimat Abschied nehmen - für immer. Anschließend versuchte er, die verlorenen Freunde von Alcalá zurück zu gewinnen, aber ohne Ergebnis. Er besuchte noch einige Familien seiner Pariser Freunde, so in Almazán die Familie Laínez und in Toledo die Familie Salmerón. Eine Woche verbrachte er noch bei seinem Freund Juan de Castro in der Kartause bei Segorbe.

Von Valencia aus erreichte er mit einem Schiff Genua und gelangte zu Beginn des Jahres 1536 nach Venedig.

Bis zum planmäßigen Eintreffen seiner Pariser Gefährten hatte Ignatius noch fast ein Jahr zur Verfügung. Er verbrachte dieses ganze Jahr 1536 in Venedig. Während dieser Zeit widmete er sich vertiefenden Studien, hielt geistliche Gespräche und gab Exerzitien: unter anderen auch Diego de Hozes, einem spanischen Priester aus Málaga, den er für den Freundeskreis gewann.

Matt, S. 216f

 

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