English Version

13. Juli 1467 - Hochzeit der Eltern von Ignatius

Ignatius entstammte einer angesehenen baskischen Adelsfamilie, deren Herrensitz Loyola im Urolatal in der Nähe der Stadt Azpeitia lag. Sein Vater, Don Beltrán de Loyola heiratete am 13. Juli 1467 DoŮa Marina SaŽnz de Licona. Sie entstammte einer vermögenden Familie des Kronjuristen Dr. Martin de Licona, der am kastilischen Königshof hoch angesehen war. Auch die Herren von Loyola waren politisch stets treue Diener der Krone von Kastilien. Die Hochzeit fand im nahen Azcoitia im Haus der Familie Licona statt. Der Ehevertrag ist erhalten.

Dieser Ehe entstammten wenigstens elf Kinder: sieben Söhne und vier Töchter. Ignatius war der letztgeborene Sohn, der im Jahre 1491 nach 24 Ehejahren noch fast unerwartet geschenkt wurde. Der genaue Geburtstag ist nicht bekannt. Ignatius selbst hat nie Angaben dazu hinterlassen.

Ignatius wurde auf den im Baskenland beliebten Namen IŮigo nach dem hl. Benediktinerabt Eneco von Ona (gest. 1068) getauft. Die Taufe wurde in der, dem hl. Sebastian geweihten, einen Kilometer entfernten Pfarrkirche zu Azpeitia (Diözese Pamplona) gespendet. Das Taufbecken in der Pfarrkirche ist noch erhalten. Das Taufregister aber ist leider im 16. Jahrhundert einem Brand zum Opfer gefallen.

Die männliche Linie der Loyolas ist im Jahre 1677 erloschen. Der Stammsitz, zu dem mindestens 20 Höfe gehörten, kam in den Besitz der Marqués von Alconizas. Die Königin-Mutter Marianne von Österreich wollte dort ein Kolleg der Gesellschaft Jesu und ein Heiligtum für die spanische Nation stiften. Sie ließ 1681 den Besitz Loyola an die Krone abtreten und übergab ihn dem Orden.

Die Jesuiten beauftragten den italienischen Baumeister Carlo Fontana (1634-1714), einen Schüler Berninis, mit den Bauarbeiten. Die Kirche, ein majestätischer Rundbau, wurde 1738 vollendet. Der Bau des Kollegs zog sich hin bis zur Vertreibung des Ordens aus Spanien im Jahre 1767. Erst Jahrzehnte nach der Wiederherstellung des Ordens konnte das 'Sanctuario de Loyola' 1888 vollendet werden.

In den politischen Wirren 1932 wurde die Gesellschaft Jesu in Spanien aufgelöst. Die Regierung konnte allerdings den Besitz nicht an sich reißen, weil er rechtlich einer Privatgesellschaft der Provinz gehörte. Nach Ende des Bürgerkrieges (1936 - April 1939) kam es zu einem erneuten Aufblühen des Ordens in Spanien.

Matt-Rahner, S. 26
Koch, Lexikon, Artikel 'Loyola'

 

[zurück zu P. Otto Syres SJ - Kalendarium]

Link to 'Public Con-Spiracy for the Poor'