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2. Februar 1528 - Iņigo trifft in Paris ein

Nach der missglückten Pilgerreise ins Heilige Land sah Iņigo ein, dass für seine Absicht 'den Seelen zu helfen' das Studium der Theologie notwendig war und als Vorstufe das Studium der lateinischen Sprache und der Philosophie unerläßlich. So begann die Zeit seiner Studien, die insgesamt elf Jahre lang andauerte, vom Frühjahr 1524 bis Ostern 1535.

Die ersten Jahre 1524-1527 war er Student in Barcelona, Alcalá und Salamanca. Er bemühte sich auch, Freunde zu gewinnen. Die kleine Gruppe widmete sich neben dem Studium caritativen Aufgaben und der religiösen Unterweisung. Mehrfach erregte sie die Aufmerksamkeit der Inquisition. Sie wurden als Häretiker verdächtigt. Iņigo wanderte zweimal ins Gefängnis: in Alcalá für zweiundvierzig Tage und in Salamanca für zweiundzwanzig Tage. So kam es zu etlichen Verhören und zu wenigstens acht Prozessen. Die Richter konnten aber keinen Irrtum feststellen, weder in der Lehre noch in der Lebensweise. Iņigo bestand darauf, ein schriftliches Urteil des Glaubensgerichtes zu bekommen.

Die ersten Gefährten dieser Zeit sind alle wieder abgesprungen.

Nach diesen Komplikationen entschloss sich Iņigo, Spanien zu verlassen und an der berühmtesten Universität des Abendlandes, in Paris, weiter zu studieren. Er hoffte, dort auch die beste Jugend des Abendlandes anzutreffen.

Allein und zu Fuß wanderte er von Salamanca nach Paris, wo er am 2. Februar eintraf.

Matt-Rahner S. 195

 

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