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25. Dezember 1537 - Primiz in Rom

Der Wunsch von Ignatius war es, seine Primiz im Heiligen Land, in der Geburtsgrotte von Bethlehem zu feiern. Er musste darauf verzichten, da der Schiffsverkehr von Venedig nach Palästina wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit der Türkei unterblieb. Es kam zum offenen Krieg, so dass auch für das Jahr 1538 keine Chance bestand.
So feierte Ignatius seine Primiz erst am Weihnachtsfest 1537 in Rom, in der Basilika S. Maria Maggiore bei der Krippe des Jesuskindes mit großer Andacht und Tröstung.

Und Anfang des Jahres 1538 berief Ignatius alle Gefährten nach Rom. Sie wollten sich nun dem Papst zur Verfügung stellen, wie es bereits in Montmartre festgelegt war. Nach Ostern, im April 1538, waren alle Gefährten wieder in Rom beisammen.

Nur Diego de Hozes war in Padua gestorben. Ignatius war gerade in Montecassino, um Dr. Pedro Ortiz 40 Tage lang Exerzitien zu geben. Er erfuhr dort den Tod von Hozes in einer Vision. Jean Codure wurde nicht müde, den toten Hozes anzuschauen , denn er schien ihm wie ein Engel.
Während dieser Monate gab Ignatius mehreren bedeutenden und geeigneten Personen Exerzitien, so auch dem spanischen Arzt Iņigo López, der dem Orden freundschaftlich als Hausarzt verbunden blieb, Lattanzo Tolomei (aus dem Kreis von Vittoria Colonna und Michelangelo) und Kardinal Gasparo Contarini.

Die Gefährten wohnten anfangs beengt in einem Landhaus am Hang des Pincio, dann seit Juni 1538 am Ponte Sisto und seit 1. Oktober in einem geräumigen leerstehenden Haus, das einem Patrizier namens Frangipani gehörte, bei der Torre del Merangolo im damals vornehmsten Viertel der Stadt. Hier fanden die Beratungen statt, die dann zur Gründung des Ordens führten.

 

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