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21. Dezember 1597 - Petrus Canisius
in Fribourg/Schweiz

Am heutigen Tag im Jahre 1597 starb Petrus Canisius. Er ist der erste und bedeutendste deutsche Jesuit, der 2. Apostel Deutschlands (nach Bonifatius), Kirchenlehrer und Patron der zentraleuropäischen Assistenz.

Geboren wurde er am 8. Mai 1521 in Nijmegen, das damals politisch zum Herzogtum Geldern und kirchlich zum Erzbistum Köln gehörte. Sein Vater Jakob - neunmal Bürgermeister - schickte ihn 1536 zum Studium nach Köln. An seinem 23. Geburtstag nahm Peter Faber ihn am 8. Mai 1943 in Mainz als Novize der Gesellschaft Jesu auf, nachdem er bei ihm die großen Exerzitien gemacht hatte.

Nach seinen Studien in Köln wurde Canisius vom Kölner Weihbischof Johann Nopel zum Priester geweiht. Es war am Pfingstfest, dem 13. Juni 1546. Die Primiz feierte er in der Marienkirche der Augustinerinnen zu Köln.

Otto Karrer schreibt über ihn:
'Die klaren, seelenvollen Augen, die hohe, etwas gefurchte Stirn unter dem welligen dunklen Haar, das ihm bis ins hohe Alter erhalten blieb, die kräftige, doch nicht scharfe Nase, der eher herbe Mund, vom rötlichen Bart umspielt, verraten den männlich beherrschten, ebenmäßigen Grundzug seines Wesens, jenen freundlichen Ernst, dem bei allem Idealismus der Schwung ins Geniale und dessen gefährliche Kehrseite, die Neigung zu Extremen, durchaus fern lag.'

Er war tätig als Provinzial der neu gegründeten Oberdeutschen Ordensprovinz und blieb es dreizehn Jahre lang, als Prediger, als Universitätslehrer in Ingolstadt und Wien, als aktiver Teilnehmer auf Religionsgesprächen und Reichstagen, als kaiserlicher Theologe in Trient und Innsbruck, als Berater und Korrespondent von zahlreichen geistlichen und weltlichen Führungskräften, als Gründer einer Reihe von Kollegien und Seminaren, als Verfasser und Herausgeber von wissenschaftlichen Werken und Erbauungsschriften.

Zu besonderer Bedeutung gelangten seine Katechismen. Er schrieb auch ein 'Manuale für Katholiken', das von dem Historiker Hubert Jedin als der 'Sonntags-Schott' der deutschen Katholiken des 16. und 17. Jahrhunderts benannt worden ist.

Das Lebensziel von Canisius, die Wiederversöhnung der abgespaltenen christlichen Länder, blieb trotz seines und seiner Mitarbeiter mächtigen Beitrags im ganzen unerreicht.

Seit dem Jahre 1580 war Canisius in der Stadt Fribourg/Schweiz tätig. Auf Verlangen des Papstes sollte er dort ein Jesuitenkolleg gründen. Bereits 1582 im Oktober konnte damit begonnen werden. Canisius verbrachte seine letzten 17 Lebensjahre in dem neuen Kolleg. Dort starb er am 21. Dezember 1597.

Papst Pius IX: hat ihn 1869 seliggesprochen und Pius XI. hat ihm die Ehre der Heiligen zuerkannt. Gleichzeitig gab er ihm den Ehrentitel als Kirchenlehrer.

 

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