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30. August 1970 - Bad Schönbrunn

Im Jahre 1858 hatte der Arzt Dr. Heggli im Zugerland ein Kurhaus für erholungsbedürftige Patienten erbauen lassen. Viele kamen, auch aus dem Ausland. Höhepunkt der Kurgäste lag in den Jahren zwischen 1880 und dem 1. Weltkrieg. Danach war ein rapider Abfall der Kurgäste eingetreten. Das Haus stand lange fast leer.

Einige Schweizer Jesuiten hatten den Plan, nach dem Vorbild des Exerzitienhauses in Tisis (Vorarlberg) etwas Ähnliches für die Schweiz zu schaffen. Da fiel das Augenmerk auf Bad Schönbrunn, das einen Käufer suchte, zumal die Großstadt Zürich nicht weit entfernt lag.
1928 kam der Kauf zustande. Bald setzte sich die Idee durch, einen modernen Neubau zu errichten. Von der Projektierung bis zum Baubeginn vergingen fünf Jahre. Ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, an dem zwölf Architekten teilnahmen. Der Entwurf des Züricher Architekten Studer wurde angenommen. Am 28. Februar 1968 wurde mit dem Bau begonnen. In sieben Monaten war der Rohbau fertig. Weitere zwei Jahre dienten dem Ausbau und der Überlegung, das Haus organisch in die Landschaft zu komponieren. Das ist nach Ansicht vieler meisterhaft gelungen.

Sowohl der Orden wie die Kirche konnten nur wenig zur Finanzierung dieses ehrgeizigen Projektes beitragen. Es war mühsam und verlangte viel Gottvertrauen, die 6,3 Millionen Schweizer Franken durch Spenden aufzubringen.

Am 30. April 1970 erteilte der Bischof von Basel, Dr. Anton Hänggi, dem Neubau die kirchliche Weihe. Das Haus dient nicht nur für Exerzitien. Es ist ein Bildungshaus mit Bibelkursen, Pastoraltagungen, Kunstausstellungen und vielen anderen Aktivitäten.

Jahrbuch 1971/72, S.65

 

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