English Version

15. August 1591 - Jesuiten übernehmen Altötting

Altötting ist eine Kreisstadt in Oberbayern und der größte Wallfahrtsort in Süddeutschland. Er gehört zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Europas.

Auf wiederholtes, intensives Betreiben des Herzogs Wilhelm V. kamen im Jahre 1591 Jesuiten nach dort, um die pastorale Betreuung der Wallfahrt zu übernehmen. Der Herzog hatte es verstanden, alle Bedenken der Ordensleitung wegen Mangel an Patres zu zerstreuen.

In den Jahren 1593/96 baute der Herzog eine angemessen große Niederlassung und eine prunksaalähnliche Kirche, die der hl. Magdalena geweiht wurde.

Nun begann eine überaus segensreiche Tätigkeit. Von Jahr zu Jahr stieg die Zahl derer, die das Buß- und Altarssakrament empfingen. Der Unterhalt von acht bis zehn Patres konnte durch Spenden der Wallfahrer leicht bestritten werden. So wurde im Jahre 1638 in Altötting zugleich ein Terziat des Ordens eingerichtet. Die jungen Terziarier halfen mit in der Wallfahrtsseelsorge.

Altötting ist ein Ort der Marienverehrung. Verehrt wird die 'Schwarze Madonna', eine aus Lindenholz geschnitzte, 65 cm hohe Figur aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

Nach Aufhebung des Jesuitenordens übernahmen die Franziskaner die Seelsorgsarbeiten, dann die Kapuziner, danach die Redemptoristen und seit 1873 wieder die Kapuziner.
Altötting gehört zum Bistum Passau, vorher zu Salzburg.

Koch, Lexikon

 

[zurück zu P. Otto Syres SJ - Kalendarium]

Link to 'Public Con-Spiracy for the Poor'