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9. August 1951 - Kalksburg

Die Wiener Jesuiten besaßen vor der Aufhebung des Ordens, also vor 1773, ein Landhaus in Kalksburg, nahe bei Wien. Dort war auch im Jahre 1609 unter Kaiser Rudolf II. ein 'Akademisches Kollegium' gegründet worden.

Nach Aufhebung des Ordens 1773 war der Besitz 1790 an die Familie des Hofjuweliers Mack gekommen und später an die Familie Godefroy ('Mon Peron').

Nach der Wiederherstellung des Ordens 1814 konnte der Besitz käuflich wieder erworben werden. Der Kaufvertrag wurde im Januar 1856 abgeschlossen. Bereits im Herbst 1856 konnte mit der Schule und dem Internat begonnen werden. Das Unternehmen wurde eine der bedeutendsten und fortschrittlichsten Bildungsstätten der österreichischen Monarchie. Nach und nach wurden die Öffentlichkeitsrechte erlangt, so dass im Jahre 1898 die erste Matura abgehalten werden konnte.

Das Kolleg erfuhr eine gute Entwicklung, die auch während des 1. Weltkrieges ohne Unterbrechung blieb. Erst zur Nazizeit musste das Kolleg die Pforten schließen, nachdem das Naziregime 1938 Österreich besetzt hatte. Bereits 1938 mietete die deutsche Polizei den Gebäudekomplex, so dass der Plan der HJ-Führung, dort eine Art Ordensburg zu errichten, vereitelt wurde.

1945 okkupierte die Rote Armee das Gebäude. Erst am 9. August 1951 wurde das Kolleg offiziell zurückgegeben. Es verlangte viel Kraft und Gottvertrauen, um die materiellen Schäden zu beseitigen. Eine große Renovierung und Modernisierung erfolgte erst im Jahre 1980.
Heute zählt das Kolleg über 600 Schüler.

Jahrbuch 72/73
Jahrbuch 62/63 auf S. 85

 

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