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6. August 1552 - Claude Le Jay
† in Wien

Le Jay stammte aus Savoyen, aus dem kleinen Pfarrdorf Mieussy, etwa 30 Kilometer östlich von Genf. Sein Geburtsdatum ist nicht genau bekannt, wahrscheinlich im Jahre 1504.

Jay hat viel Ähnlichkeit mit seinem Landsmann Peter Faber. Beide waren schon in ihrer Jugend befreundet, als sie beide im Kolleg von La Roche studierten. Als der Pariser Student Peter Faber in seiner Heimat weilte, besuchte er Le Jay, der bereits 1528 in Genf die Priesterweihe empfangen hatte. Faber empfahl ihm, in Paris zu doktorieren. Im Herbst 1534 kam Le Jay tatsächlich nach Paris und erwarb im Jahre darauf den Magistergrad. Faber gewann ihn durch Exerzitien für den Freundeskreis von Ignatius, und am 15. August 1535, als die Gefährten zu Montmartre ihr Gelöbnis erneuerten, war Le Jay erstmals dabei.

Mit den Gefährten ging er nach Venedig und war in Rom Teilnehmer bei den Gründungsbesprechungen der Gesellschaft.

Le Jay war wie Faber bescheiden, sanft und liebenswürdig. Er wirkte durch Seelsorgsarbeiten und gewann die Herzen vieler. Beiden, sowohl Faber wie Le Jay, war ein früher Tod beschieden.

Le Jay wirkte zunächst in Italien, dann in Deutschland, dann auf dem Trienter Konzil und dem Augsburger Reichstag. In Augsburg lernte er auch Petrus Canisius kennen. Sie blieben in Freundschaft verbunden.

Die letzten Jahre seines Lebens wirkte er in Wien als Rektor der Universität. Als er 1552 schwer erkrankte, rief man die besten Ärzte. Aber auch die besten Mittel halfen nicht, sein Leben zu erhalten. Das Fieber raffte ihn hinweg. Es war am 6. August, dem Fest der Verklärung des Herrn. Le Jay war erst circa 48 Jahre alt.

 

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