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1. August 1556 - Beisetzung des hl. Ignatius von Loyola

Als Ignatius in der Morgenfrühe des 31. Juli 1556 gestorben war, wurde sein Leichnam, mit priesterlichen Gewändern umhüllt, in einen Holzschrein gelegt. Bis zum nächsten Tag blieb er aufgebahrt. An diesem 1. August fand nach der Vesper um 17 Uhr eine Begräbnisfeier unter großer Beteiligung der Gläubigen statt. Der Schrein wurde dann in dem kleinen, von Ignatius so geliebten Kirchlein S. Maria della Strada beigesetzt.

Im Jahre 1568 wurde dieses Kirchlein abgetragen, um für die prunkvolle Ordenskirche Il Gesù Platz zu machen. Der Heilige wurde in einen neuen Sarg umgebettet und ruht nun vorne links in der Kirche Il Gesù.

Der zweite Ordensgeneral, Diego Laínez starb im Jahre 1565, noch vor der Grundsteinlegung (1568) von Il Gesu. Auch er wurde in dem Kirchlein S.Maria della Strada beigesetzt an der Seite seines geistlichen Vaters Ignatius. Dort ruhte er bis zu seiner Überführung nach Madrid, wie Pedro de Ribadeneira ( 1611) berichtet hat.

Auch der dritte Generalobere, der heilige Franz Borja ( 1572) wurde nach Madrid überführt als 1617 sein Seligsprechungsprozess eingeleitet wurde. Eine große Reliquie blieb allerdings in Rom. Sein Leichnam hat in Spanien mehrere Überführungen erfahren, bis er schließlich 1901 in der Ordenskirche am Professhaus zu Madrid beigesetzt wurde. Als ein Großfeuer die Kirche zerstörte - ein Brandanschlag 1931 mit anschließender Plünderung führte dazu - , wurde auch der Silberschrein mit dem Heiligen zum Schmelzen gebracht. Nur wenig konnte gerettet werden.

Die weiteren Generäle bis zur Aufhebung des Ordens 1773 wurden in der Krypta von Il Gesù beigesetzt. Dort sind ihre Namen, in Stein gemeißelt, zu lesen. Dort ruht auch Lorenzo Ricci, der 18. General der alten Gesellschaft, der als Gefangener in der Engelsburg starb (1775) und bei Nacht in aller Stille in Il Gesù bestattet wurde.

Der erste Generalobere der 1814 wieder errichteten Gesellschaft Jesu, P. Tadeusz Brzozoeski ( 1820) wurde in Polotsk (Russland) begraben. Sein Nachfolger, Luigi Fortis ( 1829), in der Krypta von Il Gesu und P. Jan Roothaan ( 1835) in der rechten zweiten Seitenkapelle.

P. Peter Beckx starb 1887 im Germanikum, 3 Jahre nachdem er vom Amt des Generaloberen zurückgetreten war. Sein Grab blieb dort, bis er zum Campo Verano, dem Hauptfriedhof von Rom, überführt wurde.
Sein Nachfolger hingegen, Anton M. Anderledy starb 1892 in Fiesole und wurde dort begraben. Die anschließend amtierenden Generäle sind alle auf dem Campo Verano beigesetzt.

P. Pedro Arrupe ( 1991) ruht in der Seitenkapelle von Il Gesù bei P. Roothaan. Dort ruht auch ein Heiliger des Ordens, der zwar nicht General war, aber gleichsam Bindeglied zwischen der alten und neuen Gesellschaft, nämlich der heilige Josef Pignatelli ( 1811 in Rom).

 

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