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19. April 1541 - Ignatius nimmt die Wahl zum General an

An der Wahl nahmen sechs der Pariser Freunde teil: Ignatius, Laínez, Salmerón, Brot, Codure und Le Jay.
Peter Faber war schon in Deutschland, Xaver auf hoher See nach Indien, Rodrigues in Portugal und Bobadilla in Kalabrien. Aber sie hatten ihre Stimmzettel zurückgelassen bzw. nach Rom gesandt. Hozes war schon gestorben, der erste Tote.
Alle hatten einstimmig Ignatius gewählt. Er selbst hatte auf ein Blatt geschrieben: 'Mich selbst ausgenommen, wähle ich den zum Vorgesetzten, der die meisten Stimmen erhalten wird.'

Ignatius lehnte die Wahl ab, die am 2. April stattgefunden hatte, mit Hinweis auf seine Gesundheit und auf sein sündiges Vorleben.

Am 13. April folgte der neue Wahlgang. Er hatte das gleiche Ergebnis. Nun zog sich Ignatius für drei Tage der Karwoche in das Franziskanerkloster bei San Pietro in Montario zurück, wo er sich seinem Beichtvater offenbarte und ihm die Entscheidung überließ. Sie lautete: Ignatius habe die Wahl anzunehmen, wenn er sich nicht gegen den Heiligen Geist versündigen wolle.

Auf Ersuchen von Ignatius gab er sein Urteil schriftlich. Daraufhin nahm Ignatius das Amt an. Es war der 19. April, der Dienstag in der Osteroktav.

Bisher hatte die Gruppe keinen eigentlichen Obern gehabt. Das Amt war im wöchentlichen Wechsel von einem jeden ausgeübt worden. In Wahrheit aber betrachteten alle Ignatius als Seele und Vorgesetzten der Gemeinschaft.

Dalmaser S. 145
Matt/Rahner S. 260ff

 

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