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1924/25 - Das Berchmanskolleg in Pullach

Pullach ist ein Vorort südlich von München an der Isar. Dort hat in den Jahren 1924/25 Kardinal Augustin Bea, damals Provinzial der Oberdeutschen Provinz, das Berchmanskolleg erbauen lassen. Es diente als philosophische Hochschule für die Scholastiker aus den deutschsprechenden Provinzen, aber zugleich auch für Scholastiker fremder Provinzen, die gleichzeitig mit den Studien auch die deutsche Sprache erlernen wollten, besonders Spanier und Amerikaner.

Das Kolleg suchte durch Vorträge und Filme viel an Kultur zu vermitteln. Es gab auch eine angesehene Theatergruppe und ein Streichorchester. An den Villatagen nutzten viele die Angebote des Kulturzentrums München. Andere bevorzugten Erholung am nahen Isarstrand und auch weiter weg an den oberbayrischen Seen und im Alpengebiet.

Während des 2. Weltkrieges hat das ausgedehnte Gebäude im Jahre 1943 schwere Bombenschäden erlitten. Die Renovierungsarbeiten nach dem Krieg gingen zügig voran. Mehr und mehr aber drängten Professoren und Scholastiker dahin, in das Zentrum der Stadt München überzusiedeln statt im Vorfeld zu leben. Dazu bot sich das ausgedehnte Grundstück in der Kaulbachstraße an, in optimaler Lage zur Universität gelegen.

Nicht wenige mochten während des Aufbaustudiums Vorlesungen und Seminare an der Universität belegen. Auch die wachsende Zahl der Studenten, die nicht dem Orden angehörten, empfand Pullach als zu weit entfernt. Zu allem liegt die Kaulbachstraße nahe beim Englischen Garten, der größten Parkanlage Münchens in einer Grünzone von acht Kilometern Länge.

Die Übersiedlung von Pullach nach München erfolgte am .... In Pullach blieben vorerst die Sportanlagen, die Handwerksbetriebe, das Schwimmbad, die Krankenabteilung und der Friedhof, die zentrale Begräbnisstätte der Oberdeutschen Provinz. Dort ruhen über vierhundert Mitbrüder.

Das Kolleg wurde 1970(?) an das Katholische Familienwerk des Erzbistums verkauft. Dort sind alle schulischen Bildungseinrichtungen vertreten - vom Kindergarten bis zum Abitur.

Jahrbuch 63/64, S.91
Jahrbuch 71/72, S.54

 

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