English Version

1. April 1971 - Hochschule für Philosophie in München

Die Gesellschaft Jesu hat von Anfang an das Studium der Philosophie als unentbehrliche Grundlage der theologischen Ausbildung betrachtet und entsprechend gefördert.

Für die deutschen Provinzen war seit Mitte des 16. Jahrhunderts das bedeutendste philosophische Studienzentrum mit der bayrischen Universität Ingolstadt verbunden. Jesuiten beherrschten dort die philosophische Fakultät bis zur Aufhebung des Ordens 1773.

Nach der Wiederherstellung des Ordens 1814 waren die Studienzentren in Fribourg (1818-47), in Maria Laach (1863-72), in Valkenburg (1894-1942), in Pullach (1925-71). Das Berchmanskolleg in Pullach hat P. Augustin Bea, damals Provinzial der Oberdeutschen Ordensprovinz, gegründet.

Im Sommer 1971 siedelte die Hochschule nach München über, um besser am kulturellen Leben der Hauptstadt teilnehmen und um auswärtigen Hörern die Studienmöglichkeit anbieten zu können.

Die Hochschule für Philosophie in München ist eine kirchlich errichtete Philosophische Fakultät kanonischen Rechts. Sie ist durch Bescheid des Bayrischen Staatsministeriums vom 24. September 1971 staatlich anerkannt. Rechtlicher und finanzieller Träger der Hochschule war die 'Oberdeutsche Provinz SJ', eine Körperschaft öffentlichen Rechtes.

Die Hochschule gliedert sich in die eigentlich philosophischen Fächer und in nichtphilosophische Wissenschaften in ihrer Zuordnung zur Philosophie.

Die Hochschule geht also über den Grundbestand einer philosophischen Fakultät hinaus. Sie verfügt über vier Institute: ein Institut für naturwissenschaftliche Grenzfragen zur Philosophie und Theologie, ein Institut für Religionsphilosophie, ein weiteres für Gesellschaftspolitik und ein Institut für Kommunikationsforschung und Medienarbeit.

So dient die Hochschule für Lehre und Forschung.

 

[zurück zu P. Otto Syres SJ - Kalendarium]

Link to 'Public Con-Spiracy for the Poor'