Link zur Hompage von P. Alois Koch SJ

Alois Koch SJ
Athlet des Evangeliums?
Anmerkungen zu einer exegetischen Monographie

 

Wer sich – wie der Rezensent – seit vielen Jahren damit beschäftigt hat, die Bilder und Vergleiche aus der antiken Agonistik und Athletik bei den frühchristlichen Schriftstellern zu erheben, der nimmt die Monographie von Uta Poplutz mit Interesse und Neugier zur Hand. Die Wettkampf-Metaphorik nimmt ja in der frühchristlichen Literatur, beginnend mit dem paulinischen Schrifttum, einen erstaunlich breiten Raum ein; und es stellt sich natürlich die Frage, warum diese Bilder und Vergleiche so beliebt waren und in einer solchen Häufung verwendet wurden – dies auch angesichts der Tatsache, dass die antike Agonistik und Athletik doch eng mit dem heidnischen Kult verquickt waren, wie vor allem die panhellenischen Agone zeigen, etwa die olympischen Wettkämpfe. Die Distanzierung von den mit dem heidnischen Kult verquickten "Schauspielen" durch das frühe Christentum war einhellig und bezog sich deshalb auch auf die Agonistik, wie nicht nur die "Schauspiel-Schrift" des Tertullian belegt, sondern auch Äußerungen eines der hellenistischen Kultur durchaus gewogenen Vertreters, des Clemens von Alexandrien.

Selbstverständlich werden in den exegetischen Handbüchern die Agon-Bilder des Paulus behandelt und kommentiert; und es gibt auch aus neuerer Zeit eine Reihe von Aufsätzen zu einzelnen Vergleichen, etwa zu 1. Kor. 9, 24 ff. Doch ist mir keine Abhandlung bekannt, die sich so ausführlich und umfassend mit dem Thema der Agon-Bilder bei Paulus befasst hat. Hinzu kommt, dass in den verschiedenen Kommentaren die Kenntnis der "agonalen Realien" nicht besonders gut zu sein scheint.

Poplutz behandelt in einem langen Kapitel ausführlich den Hintergrund für die Agon-Metaphorik des Paulus, indem sie zunächst die Geschichte und die Rezeption der antiken Agonistik aufzeigt: die sport-typischen Begriffe, die "agonalen Realien" (so die panhellenischen Wettkämpfe), schließlich ausführlich die Agon-Metaphern in der hellenistischen und kaiserzeitlichen Literatur, besonders bei den stoischen Philosophen Seneca, Epiktet, Marc Aurel und Dion von Prusa; aber auch die Agon-Metaphorik im Schrifttum des hellenistischen Judentums, etwa bei Philo von Alexandrien. Schade, dass in diesem Zusammenhang nicht auch die Agon-Vergleiche im zeitgenössischen frühchristlichen Schrifttum genannt werden, etwa der "Märtyrerbrief aus Lyon" aus der Zeit des Marc Aurel, oder die Schriften des Tertullian oder des Clemens von Alexandrien. Ausführlich werden dann die Agon-Bilder in den "echten Paulusbriefen" behandelt: der 1. Brief an die Thessalonicher, der 1. Brief an die Korinther, die Briefe an die Philipper, die Galater und Römer. Schließlich folgt eine Reflexion der Ergebnisse in einem Schlusskapitel.

***

Die entscheidende Fragestellung der Monographie besteht offensichtlich darin, dass der Nachweis versucht wird und erbracht werden soll, dass Paulus mit der agonistischen Fach-Terminologie der römischen Kaiserzeit vertraut war, und dass diese Vertrautheit wohl auf der Kenntnis der "agonalen Realien" beruhe. Bezeichnend dafür ist der Satz: "Ist es möglich, das Agon-Motiv in seiner jeweiligen Verwendung biographisch zu verorten?" (S. 13)

Die Hinweise, in Thessalonich seien ein Gymnasion und ein Stadion vorhanden, der Ort der Abfassung des 1. Thessalonicherbriefes sei Korinth mit den dort beheimateten Isthmischen Wettkämpfen gewesen (S. 241), sind jedoch m. E. noch keine eindeutigen Beweise für einen agonalen Bezug der angeführten Verse. Ebenso sind die "Sportbauten" in Philippi (S. 323) und Ephesus (S. 325) noch kein klarer Hinweis, dass der Apostel Paulus eine Kenntnis der dort stattfindenden athletischen Übungen hätte haben können. Die Auffassung: "Es ist anzunehmen, dass der in der Diaspora aufgewachsene Apostel mit der agonistischen Praxis seiner Zeit vertraut war" (S. 264), ist nicht bewiesen; ebenso ist der Hinweis, Paulus sei "in seiner Geburtsstadt Tarsus wie auch während der pharisäischen Ausbildung in Jerusalem ... sicherlich mit lokalen athletischen Wettbewerben in Kontakt gekommen, die an den Gymnasien und in den Stadien abgehalten wurden" (S. 409), nicht eindeutig beweisbar. Auch die Behauptung, die Isthmischen Wettkämpfe bildeten "die konkrete Anschauungsbasis – also den vertrauten Realhintergrund – für die metaphorische Anwendung" in 1. Kor. 9 (S. 288 f), ist ebenfalls nicht beweisbar. (In Klammern: Aus dem Vorhandensein von heidnischen Kultbauten in den genannten Städten kann man doch wohl kaum auf die Vertrautheit des Paulus als eines Teilnehmers oder Zuschauers der dort geübten Kulte schließen!) Die Kenntnis der kynisch-stoischen Diatribe könnte durchaus ein hinreichender Grund für die Agon-Metaphorik sein.

Das gilt auch für die Verwendung der verschiedenen agonalen Vokabeln durch Paulus. Wenn wahr ist, dass das NT "dieselben Wörter wie die Umwelt anders gebraucht (H. Weder)" (S. 3), dann gilt das doch wohl auch für die Verwendung der agonalen Vokabeln. Sie allein weist noch nicht auf eine detaillierte Kenntnis bzw. Vertrautheit mit den "agonalen Realien" hin, zumal es sich m. E. doch um relativ wenige und oft auch nur sehr vage Begriffe handelt. Davon zu sprechen, im Philipperbrief begegne "die agonistische Terminologie sehr gehäuft" (S. 293), ist angesichts von nur fünf Vokabeln (synathlein, antikeimenos, agon, dramein und stephanos) doch etwas übertrieben, zumal wenigstens zwei Wörter nicht eindeutig dem athletischen Bereich angehören. Das trifft mit Sicherheit vor allem auf das Wort "agon" zu – wie auch das Zitat von Weiler (S. 35) belegt. Wenn das Wort schon in der griechischen Literatur ein so großes Bedeutungsspektrum aufweist, dann gilt das doch wohl auch für die paulinischen Schriften. Vielfach besagt "agon" nur noch "Mühe" und "Anstrengung", so z. B. in 1. Thess. 2, 2, wo der "agonale" Bezug doch "stark verblasst" ist (S. 242). Nicht übersehen sollte man auch die Tatsache, dass im Vergleich zu Seneca und Epiktet die Verwendung der agonalen Terminologie nicht nur im Philipperbrief doch sehr marginal ist.

Was die "exercitia corporis" des Seneca betrifft (S. 116), so haben diese "Leibesübungen", etwa seine "Läufe", mit der berufsmäßigen Athletik seiner Zeit nur den Namen gemeinsam. Auch sein "Insiderwissen" bezüglich des Badebetriebes und der Ballspiele (S. 117), überhaupt bezüglich der "ludi" haben m. E. mit der Athletik kaum etwas zu tun; sie erregen bei Seneca ja auch nur süffisante, ja zynische Kommentare. (S. 117) Das entsprechende "Wissen" lässt sich ja auch ohne "konstante Anwesenheit" erwerben (S. 115).

Ein weiterer Begriff ist m. E. missverständlich. Es ist das Wort "athletes". Das griechische Wort hat – ebenso wie "agon" – einen größeren Bedeutungsumfang als die deutsche Bezeichnung "Athlet". Wenn der Titel der Monographie Paulus als "Athlet des Evangeliums" bezeichnet, so insinuiert das deutsche Wort etwas, was das griechische Wort zwar auch umfasst; es weist aber darüber hinaus auf das Mühsame und das Anstrengende des Aposteldaseins hin. Übrigens ist im frühchristlichen Schrifttum die Bezeichnung "Athlet des Evangeliums" für Paulus nicht gebräuchlich, wohl aber die Bezeichnung "Athlet Christi". Der Apostel kämpft nicht für ein "Programm", sondern für Jesus Christus, der ihn berufen hat (vgl. z. B. Johannes Chrysostomus, 33. Homilie zum Römerbrief, K. 2, und dessen Schrift "Über das Priestertum" IV. 6).

Poplutz weist darauf hin, dass sich bei Paulus kein "abfälliges Wort über die griechische Athletik findet"; es gehe dem Apostel "nicht um eine Diskreditierung der Sportler und nicht darum, den Sinn und den Zweck des Athletentums generell zu hinterfragen" (S. 405). In der Tat gibt es im paulinischen Schrifttum keine ausdrückliche Verurteilung der antiken Agonistik. (In Klammern: mit "gymnasia somatike" ist in 1. Tim. 4, 8 nicht die "Leibesübung" im Sinne von "Sport" gemeint.) Es gibt aber auch keine ausdrückliche Befürwortung.

Die Agon-Metaphorik hat mit einer ethisch-moralischen Bewertung der Agonistik nichts zu tun. Deshalb besagt die Verwendung von agonalen Bildern und Vergleichen auch keine Befürwortung der athletischen Übungen. So besagt z. B. die Vorliebe Senecas für die agonale Metaphorik (z. B. S. 129) in keiner Weise ein bedenkenloses Ja zur Athletik seiner Zeit. Das beweisen seine Äußerungen über die Geistlosigkeit, die menschenunwürdigen Praktiken und Grausamkeiten in der zeitgenössischen Athletik. Es ist bedauerlich, dass diese negativen Urteile Senecas über die Athletik (das gilt auch für Epiktet) keine Erwähnung bei Poplutz finden. Seneca liebte die agonale Metaphorik; er lehnte aber die "agonalen Realien" entschieden ab. Die Verwendung der agonalen Vergleiche geht also einher mit der Ablehnung der Athletik (wie auch die Hinweise auf Marc Aurel belegen: S. 161) bzw. mit der eigenen sportlichen Abstinzenz, wie sie für Epiktet bekannt ist (S. 155). Sollte das bei Paulus anders sein? Wenn er mit der Agon-Metaphorik der Diatribe vertraut war, dann kannte er sicherlich auch die negativen Urteile seiner Zeitgenossen.

In diesem Zusammenhang einer möglichen Ablehnung des antiken Sports durch Paulus sei noch auf einen Gesichtspunkt hingewiesen, der von Poplutz nicht behandelt wird, der jedoch für die frühchristlichen Autoren eine entscheidende Bedeutung hatte und sicher auch für Paulus wichtig war, selbst wenn dies in seinen Agon-Vergleichen nicht angesprochen wird. Gemeint ist die Tatsache, dass die antike Agonistik eng mit dem heidnischen Kult verbunden war, wie nicht nur die panhellenischen Wettkämpfe zeigen. Die Siegerehrung mit der Überreichung des Siegeskranzes von einem der Gottheit geweihten Baum (in Olympia der Kranz aus den Zweigen vom heiligen Ölbaum) war ein kultischer Akt; die Verleihung des Kranzes bedeutete die Verehrung der Gottheit, in Olympia z. B. des Zeus. Deshalb war die Befürwortung solcher kultischer Akte für die frühen Christen nicht akzeptabel, wie die Zeugnisse der frühchristlichen Autoren zeigen, etwa die Canones-Bestimmungen seit Hippolyt.

Zu beachten ist außerdem die Tatsache, dass Paulus eine streng pharisäische Erziehung erhalten hat. Für die strenggläubigen Juden war die ablehnende Haltung der griechischen Agonistik selbstverständlich, insbesondere für die Pharisäer. Das zeigen die Bemerkungen im 1. und 2. Makkabäerbuch (1. Makk. 1, 13 f und 2. Makk. 4, 7 ff). Wenn Poplutz darauf hnweist, dass "frommen Juden die griechische Körperkultur suspekt" erschienen sei (S. 410, Anm.), dann geschah dies nicht aus dem Grund, weil man die "Leibesübungen" ablehnte, sondern wegen der Nähe zum Heidentum und wegen der Gefahr des Abfalls von der jüdischen Religion. Von Paulus sagt die Apostelgeschichte: "Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus in Kilikien, aufgewachsen aber in dieser Stadt (Jerusalem), unterwiesen zu Füßen Gamaliels gemäß der Akribie des väterlichen Gesetzes." (Apg. 22, 3) Und vor Agrippa und Festus bekennt Paulus in Cäsarea: "Mein Leben von Jugend an, wie ich es von Anfang an in Jerusalem geführt habe, kennen alle Juden. ... Sie bezeugen, dass ich nach der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als Pharisäer." (Apg. 26, 4 f) Es ist also kaum nachvollziehbar, Paulus habe eine Kenntnis der mit dem Heidentum verquickten Agonistik gehabt, sei es als Teilnehmer oder als Zuschauer. Beides ist für die strenge Richtung der Pharisäer nur schwer vorstellbar.

Der ausführlichste Vergleich im paulinischen Schrifttum ist der bekannte Abschnitt in 1. Kor. 9. Er wird von Poplutz ausführlich behandelt. Zu zwei Punkten ihrer Ausführungen sind m. E. Anmerkungen bzw. Fragezeichen angebracht.

Die "Enthaltsamkeit" (= enkrateia) der Athleten besagte nur die Unterwerfung der gesamten Lebensführung unter eine streng geregelte Lebensweise mit Training, Diät, Schlaf und (anscheinend) sexueller Enthaltsamkeit. Die zeitgenössische Kritik an diesen athletischen Praktiken beweist, dass diese nicht unbestritten waren. Nicht erst Philostratos und Lukian von Samosata distanzieren sich eindeutig davon. Gerade bei Seneca finden sich in seinen Briefen Passagen, die an der Vorbereitung der Athleten kein gutes Haar lassen: "Bei mir scheiden aus dem Bereich der ‚freien Künste und Wissenschaften’ aus: Ringer und die ganze Schar der ‚Künstler’, die es nur mit Öl und Dreck zu tun haben. ... Ich bitte dich, was hat das alles mit ‚freien Künsten’ zu tun, all diese armseligen ‚Kotzbrüder’, deren körperliche Funktion in der Mästung ihres Leibes besteht, deren Geist aber an dauernder Abmagerung und Schlafsucht leidet." (Briefe an Lucilius 88, 18 – 19) Seneca rechnet also die "techne athletike" nicht zu den "artes liberales", die eines freien Mannes würdig sind, sondern zu den "artes serviles", die wie ein Handwerk ausgeübt wurden. Für Seneca gehörte die "ars athletica" allenfalls zu diesen "Künsten zweiter Ordnung" (S. 63).

Wenn deshalb im Zusammenhang mit der Agon-Metaphorik die "enkrateia" der Athleten, d. h. ihre "geregelte Lebensweise" angesprochen wird, dann nur in diesem Sinn: sein Leben (als Philosoph, als Christ) zu ordnen; in seiner ganzen Lebensführung auf das zu erreichende Ziel hinarbeiten; frei zu werden von den der Vernunft widerstrebenden Leidenschaften; die sinnlichen Triebe und Begierden unter die Kontrolle des Geistes zu bringen.

Das zweite "Thema", zu dem eine Anmerkung angebracht ist, bezieht sich auf den Vers 27 a, der von Poplutz so übersetzt wird: "Ich verbläue meinen Leib (= hypopiazo mou to soma)". Das Ziel der Boxhiebe ist also das "soma". Mit diesem Begriff ist hier (wie auch an anderen Stellen bei Paulus) nicht der "Leib" gemeint, auch nicht die "Leiblichkeit" des Menschen. Der Begriff "soma" ist hier identisch mit dem Begriff "sarx = Fleisch" und meint hier nicht nur den einen und ganzen Menschen in seiner leiblichen Verfasstheit, sondern die Ausrichtung des Menschen auf das Nur-Irdische, auf das Nur-Menschliche, auf das Nur-Egozentrische; damit aber die Ausrichtung des Menschen gegen Gott, d. h. das Sündhafte: die Abkehr von Gott als dem Heil des Menschen. "Dem Fleisch nach leben (= en sarki)": darin besteht für Paulus das Wesen der Sünde. Wenn er darum die "Boxhiebe" auf das "soma" richtet, dann bedeutet sein Tun nicht die "Verbläuung des Leibes", sondern dass er seinen "schwächsten Punkt (hypopiazein: unter die Augen schlagen)" trifft: die Egozentrik, die Gottvergessenheit, die Sünde. Man müsste deshalb m. E. den Vers 27 a so übersetzen: "Ich richte alle meine Bemühungen gegen das Nur-Menschliche, gegen das Wider-Göttliche in mir." Das ist für Paulus identisch mit der "enkrateia", also mit der Ausrichtung der ganzen Lebensweise auf den Dienst Gottes.

Wenn Poplutz darauf hinweist, dass es in Vers 27 a nicht um die "spätantike Leibfeindlichkeit" gehe, dann sind zumindest ihre Aussagen von der "Strapazierung des eigenen Leibes" und von den "Schlägen gegen den eigenen Leib" (S. 280 f) irreführend. Bekanntlich ist ja die lateinische Übersetzung von Vers 27 a ("castigo corpus meum") zum "locus classicus" einer nur auf den armen Leib bzw. auf den Körper bezogenen "Abtötung" ("Kasteiung"!) geworden – ein verhängnisvolles Missverständnis des paulinischen Gedankens in der Geschichte der christlichen "Askese" bis in unsere Zeit. Mit Sicherheit hat die Autorin das nicht beabsichtigt. Christliche Askese bezieht sich auf den ganzen Menschen, nicht nur auf das "corpus". Darauf weisen gerade die paulinischen Tugend- und Lasterkataloge hin, in denen auch die eminent geistigen Vollzüge wie "Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Parteiungen, Neid und Missgunst" als "Werke des Fleisches" bezeichnet werden (vgl. Gal. 5, 19 – 21).

***

Trotz mancher Fragezeichen und Einwände zu einzelnen Punkten der Monographie halte ich die Untersuchung von Poplutz zur Wettkampf-Metaphorik bei Paulus für gelungen. Wer sich exegetisch mit den paulinischen Agon-Bildern befasst, der wird an dieser gründlichen und grundlegenden Arbeit nicht vorbeikommen. Das gilt nicht nur in Bezug auf die ausgelegten Schriftstellen bei Paulus, sondern auch in Bezug auf die "agonalen Realien", die leider in den meisten Kommentaren und Aufsätzen weitgehend unbekannt sind. Die Abhandlung hat mir jedenfalls viele Einsichten und Anregungen vermittelt. Zum Schluss sei aber doch noch eine Frage gestattet: Ob nicht die Tatsache, dass die Autorin selber Leistungssportlerin war, zuweilen ihre Feder mitgeführt hat? Aber das ist nichts Ehrenrühriges. Es weist jedenfalls auf eine "biographische Verortung" hin, von der ja auch in der Abhandlung öfters die Rede war.

 

Uta Poplutz: Athlet des Evangeliums. Eine motivgeschichtliche Studie
zur Wettkampfmetaphorik bei Paulus.
Herders Biblische Studien, Band 43. Freiburg 2004.

 

Link to 'Public Con-Spiration for the Poor'

Zur Hompage von P. Alois Koch SJ

top