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Das Leben von Bruder Klaus

Bruder Klaus, der Schutzpatron der Schweiz, wurde 1417 in Flueli geboren. 50 Jahre lebte er 'in der Welt', arbeitete als Landwirt, diente als Soldat, und war glücklich verheiratet. Er war Vater von 10 Kindern, kam den Pflichten eines Aldermanns und Richters nach - wobei er sich für Recht und Frieden einsetzte.
Doch im Herzen dieses hochgeschätzten Mannes war eine Unruhe, die ihn von seinen weltlichen Aufgaben weg in die Einsamkeit und Nähe zu Gott drängte. Heimann Am Grund, der Pfarrer von Kriens, war sein Ratgebet und half ihm auf seinem Weg. 1467 verließ Klaus seine Familie und seinen Besitz und wurde Einsiedler. Doch blieb er für seine Landsleute Ratgeber und Friedensstifter. Vor allem sein Mitwirken bei der Tagessatzung in Stans im Dezember 1481 ist bekannt.
Den Rest seines Lebens verbrachte er in seiner Zelle in der Ranft, einer abgeschiedenen Bergschlucht des Melcha Tals. Fast 20 Jahre lebte er dort ohne Nahrung. Die Macht seines Gebets, seine tiefe Verbundenheit mit Gott und seine theologische Klarheit waren für seine Zeitgenossen ein Wunder, das sie unwiderstehlich anzog, doch gleichzeitig auch in Schrecken versetzte.
Bruder Klaus starb am 21 März 1487. Er erhebt immer noch seine ruhige, warnende Stimme, die nicht ignoriert werden kann.

 

Gebet des Bruder Klaus

O mein gott vnd mein herr,
nym mich mir, vnd gib mich gantz zw aygen dir.

O mein gott vnd mein herr,
nym von mir alles das mich hindert gegen dir.

O mein gott vnd mein herr,
gib mir alles, das mich fürdert zw dir. Amen.


(Das Bruder Klaus zugeschriebene Gebet ist in verschiedenen Fassungen bekannt. Obiger Text stammt aus einem Prager Manuskript des 15./16. Jahrhunderts)


Das Jüngste Gericht

Die gute Nachricht für alle

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn

Sprich die kursiv gesetzten Worte beim Einatmen, die unterstrichenen Worte beim Ausatmen.
ich war hungrig,
und ihr habt mir zu essen gegeben;
ich war durstig,
und ihr habt mir zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos,
und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt,
und ihr habt mir Kleidung gegeben;
ich war krank,
und ihr habt mich besucht;
ich war im Gefängnis,
und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch:
 Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr  m i r  getan. Zurück zu:[entscheidende Aufgabe]

Armut hat ein Gesicht - Extra Pauperes Nulla Salus

Schlechte Nachricht für Reiche*, die egoistisch und blind sind

Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben. (Mt 25,31-46) zurück zu 'Zukunft'

Dieses Evangelium ist der Ursprung für die 'Leiblichen Werke der Barmherzigkeit'. In seinem Mandala hat Bruder Klaus sie zu Jesu Leben und Tod in Beziehung gesetzt, zu Jesus, der in den Sakramenten der Kirche gegenwärtig ist.
* Die a-sozialen Reichen, die den Lazarus vor ihrer Tür nicht wahr-nehmen, sind nach Jesu Wort Ungläubige. Obwohl sie Moses und die Propheten haben, bekehren sie sich nicht. Auch vor den offenen Wunden des Auferstandenen schließen sie ihre Augen.
Sie sind durch Abgründe von Gott und dem armen Lazarus getrennt - schon während ihres irdischen Lebens. Gott selbst muss eingreifen, damit Jesu Weheruf solche Menschen ins Herz trifft, denn bei ihm ist kein Ding unmöglich. CON-spiration betet darum, dass an den Reichen das Wunder der Weherufe (Lk 6,24-26) geschieht.

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Bilderklärung

Link zum Mandala, vor dem Bruder Klaus gebetet hat